Kategorie-Archiv: Grundsätzliches

Windkraft im Odenwald: Klimaschutz auf dem Papier und im Kopf

Unser „Ökostrom“ spart jährlich 22 000 t CO2 ein …sagt ENTEGA. „Stimmt nicht“….sagen wir…Eine Gegenrechung (Teil1)

22 000 t CO2 werden die 5 Windkraftanlagen der ENTEGA oberhalb des Eiterbachtales im Jahr einsparen – so steht es zumindest auf den Baustellenschildern im Wald. Diesen Zahlen liegt die Annahme zugrunde, dass jede durch WKA erzeugte KWh Strom eine bestimmte Menge an fossil erzeugten Strom ersetz. Je mehr erneuerbarer Strom desto weniger Co2 – so die bestechende Logik der „Öko“Strom-Lobby.  Auf der Website des Bundesverbandes Windenergie arbeitet auf dieser Grundlage ein „CO2 Rechner“ in den man lediglich die erzeugte Menge Windstrom eingeben muss um zu erfahre wieviel CO2 dadurch eingespart wird.

Derartige Modellrechnungen gibt es nun bereits seit vielen Jahren – und ein Blick zurück auf die Klimaschutzwirklichkeit des Stromsektors lohnt sich um den Unterschied zwischen Modellrechnung und Wirklichkeit aufzuzeigen: Weiterlesen

Die „Braungrünen“ – oder: Vom Kampf global denkender, weltrettender Klimaschützer gegen faschistoide, im Dienste der Atom- und Braunkohlelobby stehende Natur- und Heimatschützer

Unter dem Titel „Die Braungrünen“ erschien in der Süddeutschen ein Artikel, der sich im Wesentlichen auf die Ergebnisse eines Forschungsprojektes des Potsdamer Instituts für Klimafolgenforschung (PIK) stützt.  Den Artikel lesen Sie hier.

Den Tenor des Artikels kennen die Bürgerinitiativen im Odenwald nicht nur aus der Süddeutschen: Engagiert man sich gegen Windkraft im Odenwald steht man früher oder später Vertretern von GRÜNEN oder des BUND gegenüber, die sich des im Artikel der Süddeutschen aufgezeigten Repertoires bedienen und einem in etwa folgendes Unterstellen:

Wenn man Windkraftanlagen in den Wäldern und Landschaften kritisiert, steht man in der Tradition reaktionärer Heimatschützer denen die globale Perspektive und das Verständnis für Komplexität des Umweltschutzes fehlt. Die Forderung der Bürgerinitiativen nach Schutz von Natur- und Mensch vor den Schattenseiten eines rücksichtslosen Windenergieausbaus wird in eine braune, faschistoide Naturschutztradition gestellt.  Die Bürgerinnen und Bürger die da aufbegehren sind demnach einfach zu blöd oder zu egositisch (NIMBY) um zu kapieren, dass die Opferung der letzten großen Wald- und Naturlandschaften ein alternativloser Schritt im Kampf gegen den Klimawandel ist. Und da der Klimawandel früher oder später ja auch alle Natur zerstören wird sind die heutigen Naturzersterstörungen durch die Windkraftanlagen ja eigentlich nichts anderes als Naturschutz.   Weiterlesen

Es lebe das Land! Hier die Vorträge vom 17.6.

Es lebe das Land! Wie Nachhaltig ist die „Energiewende“ Odenwaldgespräche mit Nachhaltigkeitsforscher Niko Paech

Odenwaldgespräche am 17.6.2017 in Reichelsheim: Wie kann heutiges Leben in ländlichen Regionen für Menschen allen Alters attraktiv erhalten werden? Ein hoch-konstruktives und amüsantes Dorfgespräch mit dem Ökonom und Zukunftsforscher Prof. Niko Paech, dem international renommierten Stadtplaner Roland Gruber sowie den Jungunternehmern, Musikern und Zukunftsmachern Fritz und Max Krings aus dem Odenwald

Link

Ein etwas älterer Film von 2013 der das grundsätzliche Problem thematisiert: Wie Klimaschutz als moralische Rechtfertigung für  rücksichtslose Naturausbeutung und -zerstörung missbraucht wird.