Archiv der Kategorie: Grundsätzliches

Wir trauern um Reinhard Behrend

Wir trauern um Reinhard Behrend, den Gründer von “Rettet den Regenwald” 

Reinhard Behrend starb am 5. Juni 2020. Mit ihm hat uns ein konsequenter Kämpfer für den Schutz der Tier- und Pflanzenwelt verlassen Er engagierte sich seit Jahrzehnten in besonderem Maße für den Regenwald. Hier ein Nachruf für ihn von  “Rettet den Regenwald e.V.”  Weiterlesen

Leseempfehlung: Naturschutzmagazin!

Die aktuelle Ausgabe des Naturschutzmagazins (hier) der Naturschutzinitiative e.V. können wir in besonderem Maße empfehlen!

Hier einige der vielen lesenswerten Artikel:

  • Vom Ende der Evolution und des Menschen
  • Weltökokonferenzen statt Weltklimakonferenzen!
  • Bergbäche und Bachauen – Lebensadern der Mittelgebirge
  • Naturnahe Wälder brauchen Geduld
  • Die Raumnutzungsanalyse – Standardisierte Fehleinschätzungen mit weitreichenden Konsequenzen
  • Ausnahmen vom Tötungsverbot sind rechtswidrig
  • Versagt der Forst beim Naturschutz?
  • Windkraftanlagen im Wald: Sie zerstören die Balzplätze der Waldschnepfe
  • Klimanotstand? Nein Hirnnotstand

Corona genutzt für Aushöhlung der Öffentlichkeitsbeteilligung! Dramatische Folgen für Umweltschutz und Bürgerinteressen befürchtet.

Klimaschutz wurde seit Jahren dazu instrumentalisiert um mühsam erkämpfte Natur- und Umweltschutzstandards wieder abzubauen. Siehe z.B. hier. 

Die Corona-Pandemie wurde nun ebenfalls dazu genutzt die für Projektierer und Bauvorhabenträger lästige Beteiligung der Öffentlichkeit auszuhöhlen. Entsprechende Vorschläge wurden von die Inreressen der Windkraftlobby vertretenden Umweltrechtskanzleien bereits im März diskutiert.  Gerade im Odenwald waren es oft die Erörterungstermine an denen vielen Bürgerinnen und Bürgern erst bewusst wurde, dass sie mit ihren Bedenken gegen die Windkraftpläne nicht allein sind. Die „analoge“ Öffentlichkeitsbeteilligung war und ist ein wichtiges Forum auf dem Bürgerinnen und Bürger sich zusammenschliessen um gemeinsam politisch aktiv zu werden. Das ist lebendige Demokratie!
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3000 ha Windkraftvorrangfläche im Naturpark Odenwald!!!

Auch wenn derzeit oft in der öffentlichen Debatte oft anderer Eindruck entsteht und Windkraftunternehmen vom „Ende der Windkraft an Land“ jammern – für den Naturpark Odenwald sieht es schlimmer denn je aus:  In der Corona-Phase wurde am 30.3.2020 der umstrittene TPEE Südhessen  in Kraft gesetzt. Allein in den Wäldern des hessischen Odenwaldes sind nun rund 3000 ha Windkraftvorrangflächen entstanden. Allein die Waldrodungen für die Stand- und Bauflächen der Windturbinen werden die Gesamtfläche des Hambacher Forstes (200 ha) bei weitem übersteigen.

Faktisch bedeutet dies die Zerstörung eines der ältesten Naturparke und Naherholungsgebiete Deutschlands – und die Zerstörung des Lebensraumes zahlreicher bedrohter Arten wie Schwarzstorch und Rotmilan (aktuelle Studie siehe hier), Uhu, Wespenbussard, diversen Fledermausarten, usw…. Nicht zu sprechen von der Zerstörung einer der letzten halbwegs naturnahen Waldlandschaften Deutschlands.

Sehr viel Naturzerstörung für Klimaschutz in homöopathischer Dosis!

 

Alarm: Massive Vorstöße der GRÜNEN zum endgültigen Abbau von Natur- und Artenschutz

Sowohl die GRÜN geführten Umweltministerien in Hessen und Baden-Württemberg als auch die GRÜNE Bundestagsfraktion versuchen gerade den sowieso schon seit Jahren massiv ausgehöhlten Naturschutz bei Windkraftprojekten weiter auszuhebeln bzw. vollends abzuschaffen. Die Folgen für Natur und Mensch wären drastisch und würden auch international den Naturschutz weiter schwächen. Weiterlesen

Leseempfehlung: Naturschutz Magazin der Naturschutzinitiative e.V.

Leseempfehlung: Die Naturschutzinitiative e.V. (NI) veröffentlichte in ihrem aktuellen Naturschutzmagazin zahlreiche lesenwerte Artikel zum Spannungsfeld Energiewende versus Umweltschutz. Die Autorinnen und Autoren sind zumeist rennomierte Natur- und Umweltschüzter

Hier geht es zur Online Ausgabe des Naturschutz Magazins

Mitglieder der NI erhalten das Magazin kostenlos zugesandt. Nicht nur deswegen, sondern vor allem weil die Naturschutzinitaitive als klageberechtigter Verband konsequent Naturschutz auch bei Energiewendetehemen einklagt legen wir hier ein gutes Wort für sie ein … wer noch nicht Mitglied ist wird es ja vielleicht nach Lektüre des Naturschutz Magazins 🙂

 

Waldschutz! Unsere Vorschläge für Maßnahmen zum „Klimanotstand“ in Heidelberg

Am 9. Mai 2019 hat Heidelberg den „Klimanotstand“ ausgerufen. Diese Woche haben nun die Stadtverwaltung und die GRÜNEN ihre Vorschläge für Maßnahmen zum Klimanotstand vorgestellt. Siehe hier und hier.

Wir begrüßen und unterstützen die zahlreichen Vorschläge von Stadt und GRÜNEN welche eine Einsparung von Energie (z.B. Stärkung des innerstädtischen Radverkehrs), eine Förderung von energieärmeren, nachhaltigeren Lebensstilen der Stadtbewohner/innen  sowie eine Bindung von CO2 in Pflanzen (z.B. Maßnahme: Pflanzen von 500 Bäumen) bewirken.

Uns fehlen jedoch wirksame Sofortmaßnahmen (I), weshalb wir hier eigene Vorschläge einbringen: 1.) Stopp der Holzentnahme aus dem Heidelberger Stadtwald und 2.) Nachtabschaltung der Straßenbeleuchtung in weiten Teilen des Stadtgebietes. Ferner vermissen wir eine Berücksichtigung des wichtigen Aspekts „Tourismus/Freizeitverhalten und Verkehr/Treibhausgasemissionen“ (siehe II) und warnen eindringlich vor einer verstärkten Energiegewinnung aus Biomasse (III) und vor Windkraft an den „Drei Eichen“ oberhalb der Heidelberger Stadtteile Boxberg/Emmertsgrund. Denn: die Fläche liegt a) im Wald, b) in einem Landschaftsschutzgebiet, c) in einem Natura 2000 FFh Gebiet sowie d) im Naturpark Neckartal-Odenwald.

Ausführlicher:

I. Unsere Vorschläge für Sofortmaßnahmen:

1.) Stopp der Holzentnahme aus dem Stadtwald: Wir fordern die konsequente Entwicklung des Stadtwaldes als CO2 Speicher. Wesentlich wichtiger als das Pflanzen neuer Bäume ist der Erhalt und die natürliche Weiterentwicklung des Baumbestandes im Stadtwald. In seinen ersten 80 Lebensjahren bindet ein Baum wesentlich weniger CO2 aus in seinen nächsten 80 Lebensjahren. Wir fordern vor dem Hintergrund des Klimanotstandes einen (nahezu) vollständigen Stopp der Holzentnahmen aus dem Stadtwald – solange bis der Wald  sein maximales CO2 Speicherpotenzial aufgebaut hat (dieser Zeithorizont geht über das Jahr 2050 hinaus). Hinweise: In einem Kubikmeter Holz ist rund 1 t CO2 gebunden. Grob überschlagen würden bei der Umsetzung dieser Maßnahmen durch den weiteren Zuwachs des Waldes von etwa 11m³ Holz/ha ca. 35.000 t CO2/Jahr ZUSÄTZLICH gebunden – so lange bis der Wald sein „Speichermaximum“ erreicht hat1 . Der aktuelle jährliche heidelberger Holzeinschlag von ca 25.000 Festmetern müsste erheblich reduziert werden. Wissenschaftliche Ausführungen siehe hier: Carbon accounting of forest bioenergy. Und hier ein einführender – aber inhaltlich nicht vollständiger NZZ Zeitungsartikel.

Vergleich: Die Stromproduktion der PV Anlage eines Einfamilienhaus bringt nach Angaben der Stadt Heidelberg eine Minderung von 4t Co2/Jahr2.

Hinzu kommt dass eine Stärkung des Stadtwaldes gegen Extremereignisse wie Stürme/Dürren künftig die höchste Priorität haben muss um seine CO2-Speicherfähigkeit nicht weiter zu gefährden. Eine völlige Beendigung bzw. drastische Reduzierung der Holznutzung für die nächsten Jahre ist hierbei der wichtigste Schritt.

2.) Straßenbeleuchtung: Wir setzen uns ein für eine sofortige Reduzierung des Stromverbrauchs durch die Abschaltung der Straßenbeleuchtung in den Nachtstunden (z.B. zwischen 0:00 und 5 Uhr – Orte des Nachtlebens oder Brennpunkte können davon ausgenommen sein). In Kommunen welche eine reduzierte Straßenbeleuchtung bereits umgesetzt haben zeigte sich dass die Sorge um „Sicherheitsverlust“ unbegründet war. Übrigens war auch vor einigen Jahren in Ladenburg – allerdings aus finanziellen Gründen – die Straßenbeleuchtung nachts ausgeschaltet. Als weitere Kommunen mit Abschaltungserfahrung sind zu nennen: Göttingen, Lindau, Nienburg, Herford, Krefeld u.a. .3

II Klimaschutz und Tourismus/Mobilität: Hier weisen wir auf einen wichtigen Aspekt im Verkehrsbereich hin der in der bisherigen Stadtdebatte weder von der Stadtverwaltung noch den GRÜNEN beachtet wurde: Weiterlesen

Dringende Petition: Bitte protestiert: Windenergielobby will Artenschutz aushebeln

„Rettet den Odenwald“ unterstützt diese dringende Petition von „Rettet den Regenwald e.V.“:

Bitte protestiert: Windenergielobby will Artenschutz aushebeln. Auf einem „Windgipfel“ der Bundesregierung will die Windkraft-Branche den Artenschutz aufweichen. Ziel ist es, den Bau neuer Windkraftanlagen zügiger voranzutreiben – auf Kosten der Tierwelt. Juristen und Umweltschützer protestieren. Die Rotorblätter erschlagen schon jetzt jährlich 250.000 Fledermäuse und Tausende Vögel.

Hier geht es zur Petition 

https://www.regenwald.org/petitionen/1192/bitte-protestiert-windenergielobby-will-artenschutz-aushebeln?mtu=437931893&t=5731

Windpark Greiner Eck: Mehr Schönrechnerei als CO2 Einsparungen

Wieviel CO2 spart denn so ein Windpark wirklich ein?

Vergleicht man die Pressemeldungen zum Greiner Eck der letzten Jahre fällt auf dass die Windpark-Betreiber ihre eigenen „Erfolgszahlen“ immer weiter nach unten korrigieren. Während beispielsweise bisher noch von 24.000 t CO2 Einsparung/Jahr die Rede war sind es im jüngsten Interview nur noch 14.000 t CO2/ Jahr.

Wir nehmen das zum Anlass die Frage der CO2 Einsparung einmal genauer zu betrachten:

Wo kommen diese Zahlen zu CO2 Einsparung überhaupt her? Die Angaben von Windparkbetreibern zur erzielten Vermeidung von CO2 beruhen nicht etwa auf Messungen sondern auf Modellrechnungen. Und je nach eingesetztem Modell und den zugrundegelegten Annahmen weichen die Ergebnisse erheblich voneinander ab – gut zu sehen am Beispiel des Windparks Greiner Eck: Im ECHO-Interview vom 14.8.20191 sprechen die Betreiber von CO2 Einsparungen von 14.0000 t CO2/ Jahr – während zeitgleich auf der Website der Betreiber von 24.000 t CO2/ Jahr die Rede ist 2 (Stand 16.8.2019) – jeweils bezogen auf eine Stromproduktion vom 28 Millionen Kilowattstunden / Jahr. Setzt man das Einsparmodell des  Umweltbundesamtes von  2017 an so kommt man bei dieser Strommenge auf einen Wert von 17.000 t CO2/Jahr3. Wir halten fest: Die Betreiber des Windparks gehen inzwischen selbst davon aus dass der Windpark pro Jahr 40% weniger CO2 einspart als bisher postulierten – bei gleicher Stromproduktion wohlgemerkt (28 Mio KWh). Und ebenso wie die Einsparungen / KWh gingen übrigens auch die Angaben zur Leistung des Windparks beständig nach unten: 2015 war gar noch von 40.000 Megawattstunden/Jahr die Rede (3.2.2015 Neckartal Nachrichten); 2016 von 35.000 Megawattsunden (28.1.2016 Frankfurter Rundschau) und seit 2017 ist noch von 28.000 Megawattstunden die Rede.

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