Kategorie-Archiv: Grundsätzliches

Schwarzstorchhorst bei JUWI Standort im Donnersbergkreis zerstört

Inzwischen berichtet selbst der SPIEGEL über das uns leider seit Jahren bekannte Problem der gezielten Zerstörung von Brutstätten streng geschützter Arten weil sie der Windkraft im Weg stehen (SPIEGEL: Beispielsweise in Meck-Vopo). Aber auch In unserer Region werden nach wie vor Horste zerstört. Wir erinnern uns an die Zerstörung eines Eulen Horstes am ENTEGA Standort Stillfüssel (Odenwald) vor einem Jahr  – und letzte Woche ereignete sich dieser dramatische, aktuelle Fall an einem JUWI Standort im Donnersbergkreis (Pfalz):  Weiterlesen

GRÜNEN Vorsitzende Baerbock: „Das Netz fungiert als Speicher“ und andere unterirdische Statements

Hoffentlich ist das nur Fake-News oder vom Deutschlandfunk falsch wiedergegeben: Das Interview  der frisch zur Vorsitzenden der GRÜNEN gewählten Baerbock.  Denn sollten die in diesem Interview mit dem Deutschlandfunk abgedruckten Passagen tatsächlich so ausgesprochen worden sein sind sie Zeugnis atemberaubender, beängstigender Inkompetenz einer Spitzenplolitikerin –  die zu allem Elend auch noch genau in diesem Bereich fachpolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion der GRÜNEN ist. Es ist so unterirdisch, dass man es gar nicht glauben mag.

Lesen Sie selbst.. Ein Kommentar dazu erübrigt sich – (zumindest dann wenn man einen Hauch Ahnung von dem Thema hat):

Hier das Interview in ganzer Länge

… und hier ein kurzer Ausschnitt:

Schmidt-Mattern: Ein beliebtes Argument der Gegner eines schnellen Kohleausstiegs lautet ja immer wieder, dass man sagt, wenn Deutschland allzu schnell aus der Kohle aussteigt, sind wir im Zweifel an Tagen, wo nicht genug Sonne und Wind herrscht, angewiesen auf Stromimporte aus dem Ausland, sprich Atomstrom zum Beispiel aus Frankreich. Wie wollen Sie dieses Argument entkräften?

Baerbock: Natürlich ist es so, dass Versorgungssicherheit und Klimaschutz Hand in Hand gehen müssen. Genauso wie die Frage „soziale Absicherung der Beschäftigten“.

Schmidt-Mattern: Aber wie denn, Frau Baerbock?

Baerbock: Das ist ein Dreiklang. Und es ist aber so – und das ist einfach Fakt, da kommt man nicht drum herum – wir haben massiv Stromexporte. Wir exportieren ein Zehntel unseres Stroms ins Ausland, in andere Länder. Die osteuropäischen Staaten haben schon gesagt: ‚So geht das nicht weiter, ihr verstopft unsere Netze.‘ Deswegen haben wir gesagt, diese zehn Prozent Export die können wir an Kohle vom Netz nehmen. Und natürlich gibt es Schwankungen. Das ist vollkommen klar. An Tagen wie diesen, wo es grau ist, da haben wir natürlich viel weniger erneuerbare Energien. Deswegen haben wir Speicher. Deswegen fungiert das Netz als Speicher. Und das ist alles ausgerechnet. Ich habe irgendwie keine wirkliche Lust, mir gerade mit den politischen Akteuren, die das besser wissen, zu sagen, das kann nicht funktionieren. Die Bundesnetzagentur, das Bundeswirtschaftsministerium war mit dabei in den Sondierungsgesprächen, als Experten geladen, haben das durchgerechnet. ….

 

 

Die Invasion der Windkraft in die letzten Naturrefugien ist das Gegenteil dessen, was man vorgibt, erreichen zu wollen: nämlich Naturzerstörung anstelle von „effizientem Naturschutz“

Der Naturschützer und langjährige ehemalige NABU Geschäftsführer Dr. Wolfgang Epple erklärt warum die Energiewende das Gegenteil dessen bewirkt was sie zu Beabsichtigen vorgibt:

„Die Windkraftindustrie drängt gezielt in die letzten einigermaßen intakten, noch nicht industriell überformten Landschaften – zunehmend stehen die Waldgebirge Süddeutschlands und speziell Baden-Württembergs im Fokus. Dabei wird das knappste Gut in unserem stark zerstückelten und zersiedelten Land geopfert. Es ist das Tafelsilber des Landschafts- und Naturschutzes, das auf dem Altar der sogenannten Energiewende landet. Dies zu Gunsten einer ineffizienten Industrie-Technologie, die man mit brachialer Gewalt noch in die bisher stillsten Winkel der Wälder baut. Eine naturfressende Industrie soll die Natur retten. Dies ist ein Widerspruch in sich.

Im Rahmen der Invasion der Windkraft werden schmerzliche inhaltliche und ethische Defizite des Naturschutzes sichtbar: Das Eingriffshandeln zu Lasten der wehrlosen Natur wird erleichtert, Bürgerrechte sollen beschnitten werden – alles angeblich alternativlos und verbrämt als Weltrettung durch Klimaschutz. Die etablierten Umweltverbände setzen dieser naturzerstörenden Entwicklung kein wirklich tiefgreifendes kritisches Hinterfragen entgegen, wie es eigentlich ihr selbstbeglaubigter Auftrag als „Anwälte der Natur“ wäre. Den derzeit Regierenden geben diese Umweltverbände im Grundsatz freie Bahn für die Invasion der Windkraftindustrie in die Natur, trotz erkennbar desaströser Folgen.

Der Glaube, mit Erneuerbaren Energien Natur und Welt zu retten, ist in Wirklichkeit die Fortsetzung und Verfestigung des gefährlichsten Mythos der Moderne: es ist der ökonomische Mythos vom Wachstum, nun im neuen Kleid einer „Green economy“. Das Zauberwort dieser letztlich alten Naturausbeutung in neuer Verkleidung heißt „Nachhaltigkeit“. Es wird suggeriert, dass mit Erneuerbaren Energien ein „Weiter so“ im Energiehunger und in den Nutzungs-Ansprüchen gegenüber der Natur möglich ist. Die Natur soll hierfür noch verstärkt sogenannte Ökosystem-Dienste leisten. Eine Folge dieses anthropozentrischen Nutzendenkens ist die offenbar für selbstverständlich gehaltene Möglichkeit, der wehrlosen Natur für die Erneuerbaren Energien selbst wertvollste Flächen zu entreißen. Ethik wird im Zusammenhang mit der verschärft fortgesetzten Ausbeutung der Natur – nun auch im Rahmen der sogenannten Energiewende – nur sehr oberflächlich angesprochen. Das Ergebnis einer Umfrage lautete in 2017 sinngemäß: „Der Zeitgeist ist grün, die Natur bleibt fremd“.

Das Vollständige Interview finden Sie hier.

Der neu gegründete Naturschutzverband „Naturschutzinitiatve e.V.“ unter dem Vorsitz des ehemaligen BUND Vorsitzenden Rheinlad Pflaz hat Epples Denkschrift

„Windkraftindustrie und Naturschutz sind nicht vereinbar“ herausgegeben.

Die Denkschrift finden Sie hier.

FAZ zur Energiewende: Was läuft da falsch?

Foto: Die Rotorblätter für die Stillfüssel Rotoren werden durch Siedelsbrunn/Waldmichelbach transportiert

Am 20.12.2017 erschien ein FAZ Artikel v.a. zu den ökonomischen Problemen der Stromwende – der Reporter war im Odenwald vor Ort und hat sich ein Bild von den Protesten der Bevölkerung gemacht:

FAZ: Was läuft da falsch?

 

Windkraft im Odenwald: Klimaschutz auf dem Papier und im Kopf

Unser „Ökostrom“ spart jährlich 22 000 t CO2 ein …sagt ENTEGA. „Stimmt nicht“….sagen wir…Eine Gegenrechung (Teil1)

22 000 t CO2 werden die 5 Windkraftanlagen der ENTEGA oberhalb des Eiterbachtales im Jahr einsparen – so steht es zumindest auf den Baustellenschildern im Wald. Diesen Zahlen liegt die Annahme zugrunde, dass jede durch WKA erzeugte KWh Strom eine bestimmte Menge an fossil erzeugten Strom ersetz. Je mehr erneuerbarer Strom desto weniger Co2 – so die bestechende Logik der „Öko“Strom-Lobby.  Auf der Website des Bundesverbandes Windenergie arbeitet auf dieser Grundlage ein „CO2 Rechner“ in den man lediglich die erzeugte Menge Windstrom eingeben muss um zu erfahre wieviel CO2 dadurch eingespart wird.

Derartige Modellrechnungen gibt es nun bereits seit vielen Jahren – und ein Blick zurück auf die Klimaschutzwirklichkeit des Stromsektors lohnt sich um den Unterschied zwischen Modellrechnung und Wirklichkeit aufzuzeigen: Weiterlesen