Archiv der Kategorie: Infos der Bürgerinitiativen

Irrwege und Lösungen im Klimaschutz

Leider verdienen nach wie vor zu viele Interessensgruppen Geld an ineffizientem Klimaschutz. Bessere Konzepte sind seit Jahren auf dem Tisch – eigentlich ein alter Hut. Angesichts der Schülderemos für besseren Klimaschutz kurz einige Beiträge zu diesem Themenkomplex (oder: Was ist eigentlich „besserer Klimaschutz?“:

  • Hier ein Bericht zum Besuch des Wachstumskritikers Niko Paech bei uns in Heidelberg und Mannheim (er war bei uns Anfang Februar zu Besuch): Prof. Paech erklärte den Anwesenden – v,a, Schülerinnen und  Schülern – einleuchtend, dass Kritik am missratenen Klimaschutz zuerst einmal Kritik am eigenen Lebensstil ist. Fossile Treibhausgasemissionen entstehen weil wir diese für unseren Lebensstil und Konsum freisetzen. Das Grundkonzept der deutschen Klimaschutzpolitik (=Energiewende) beruht nicht etwa auf einer Reduktion dieses Verbrauchs – sondern auf der These man könne Klimaschutz durch „Grünes Wachstum“ erzielen… also weitermachen wie bisher. Nur technisch schlauer und deshalb ohne Emissionen. GRÜNE, SPD und CDU halten nach wie vor am Konzept eines nachhaltigen, umweltverträglichen Wachtums fest: Die alte „böse“ fossile Technik muss bekämpft (von Claudia Kepfert gar zum „Fossilen Imperium“ finsterer Mächte   stilisiert)  und nur durch  grüne, regenerative, smarte Technik wie Windräder und E-Autos ersetzt werden – was Prof. Paech sehr anschaulich als Illusion und Lebenslüge der Energiewende entlarvte. Paech machte in seinen Vorträgen auch deutlich, dass der Odenwald als Naturregion erhalten und vor Windkraft bewahrt werden müsse. Übrigens möchten nach einer Umfrage des Bundesumweltministeriums (laut Tagesspiegel) 75% der Jugendlichen nicht auf Flugreisen verzichten  – es gibt also noch viel zu tun auf den Schülerdemos… .
  • In diesem FAZ Artikel Der Kohlekompromiss, ein Irrweg“ erinnert das RWI – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung daran, dass sich durch den Kauf und die Stillegung von EU-CO2 Zertifikaten mit einem Volumen von 3 Mrd EUR die für den deutschen Klimaschutzbeutrag angestrebten 150 Mio Tonnen CO2 pro Jahr noch realisieren liessen! Doch statt dessen werden weiter jährlich mehr als 26 Mrd EUR Förderung an die Ökostrom-Lobby ausgezahlt – und dank Kohlekomission bis 2038 zusätzlichnoch insgesamt 100 Mrd EUR an die Kohle ausgeschüttet. Ohne dass hierdurch die Minderung der CO2 Emissionen bis 2020 um 150 Mio t/ Jahr erreicht wird, versteht sich. Denn was gerne übersehen wird: Die planwirtschaftlich aufgegleiste „Energiewende“ frisst zwar enorme Ressourcen  und zerstört Natur, quält Anwohner und verteilt Geld innerhalb der Bevölkerung von unten nach oben – doch dem Klimaschutz hat das alles in den letzten 10 Jahre herzlich wenig gebracht. Es ist atemberaubend wie einerseits jede Steigerung der jährlichen Ökostrommenge bejubelt und zu einem Beitrag zum Klimaschutz verklärt – und gleichzeitig übersehen wird dass der Strom schwer nutzbar ist weil er nicht dann entsteht wenn er gebraucht wird. Und deshalb eben nicht –  wie die Schönrechnerei glaubhaft machen möchte – Windstrom dann Kohlestrom ersetzt und die Emissionen senkt. Gerade die jüngere Generation die gerade erstmals auf die Straßen geht dürfte nicht wissen dass die deutschen CO2 Emissionen von 1990 bis 2010 jedes Jahr sanken und Deutschland damals den Ruf eines Klimaschutzvorreiters hatte  (wohlgemerkt ohne Zutun durch die  „Energiewende“). Und ausgerechnet mit der „beschleunigten Energiewende“ nach 2010 schossen zwar dank üppiger Ökostromförderung die Windräder aus dem Boden  –doch die CO2 Emissionen sanken nicht mehr und Deutschland verfehlt seither trotz seiner EEG Windkraft-Förderung (bzw. deswegen) Jahr für Jahr seine internationalen Klimaschutzverpflichtungen stärker!  Nochmal: Trotz des massivem Zuwachs an regenerativen Stromerzeugungskapazitäten sinken die CO2 Emissionen im Stromsektor (!) nicht– und das bei gleichbleibendem Stromverbrauch und seit August 2011 nahezu gleich bleibender AKW-Stromproduktion. Die Logik der „Energiewende“, man müsse einfach nur die „gute, grüne, nachhaltige Technik“  durch Milliardensubventionen im Rahmen einer Industrieförderung begünstigen und schon würden diese die „böse, fossile Technik“ vom Markt verdrängen (s.o.) ist zwar populär (und deshalb politisch erfolgreich) hat sich aber klar als Illusion erwiesen. In diesem Zusammenhang sei erwähnt dass der Anteil der Windkraft am Endenergieverbrauch nicht einmal 4% beträgt. Weshalb jetzt der erste misslungene planwirtschaftliche Eingiff den nächsten nach sich zieht: Mit noch mehr Geld die Kohlekraftwerke entschädigen – obwohl das gleiche Ergebnis bereits durch einen vergleichsweise geringen Anstieg der CO2 Zertifikate (mit Einnahmen und nicht Ausgaben für den Staat!) erreicht werden würde. Und dass ohne zu wissen woher der Strom kommen soll, wenn der Wind nicht weht (bzw. Polen und Tschechen wissen, dass sie dann mit ihren Kohlekraftwerken einspringen werden – und die Kosten des Baus von Speichern schreckt selbst den Grünen Energiewende-Thinktank AGORA ab.. von den Überlegungen zu Speichern von echten EEG-Kritikern wie Hans-Werner Sinn mal ganz zu schweigen). Dieses seit nun fast 10 Jahren anhaltende klimaschutzpolitische Desaster hindert aber GRÜNE, CDU und SPD nicht daran diese Art der Industrieförderung beizubehalten ( – anstatt sich darauf zu entsinnen, dass wir bereits seit 2003 eine gemeinsames europäisches Klimaschutzpolitisches Instruent haben: Eine Bepreisung von CO2 Emissionen. Doch Deutschland hinterteibt diesen europäischen Ansaltz lieber und treibt weiter seine antieuropäische, planwirtschaftliche Industriepolitik. Bemerkenswert ist dass sich die „Klimaschutzpolitik“ der GÜNEN grundsätzlich  nicht von der der beiden Regierungsparteien unterscheidet – nur dass die GRÜNEN die verfehlte Industrieförderpolitik noch radikaler betreiben wollen. Auf die seit Jahren auf dem Tisch liegenden Lösungsvorschläge der Expertenkommission zum Monitoring der Energiewende hört niemand …die oben verlinkten Grafiken stammen größtenteils aus der Stellungnahme dieser Expertenkommission zum sechsten Monitoring-Bericht der Bundesregierung für das Berichtsjahr 2016.
  • In diesem Artikel wird nochmal die Idee vorgestellt wie man zusätzlich zum CO2 Emissionhandel eine CO2 Steuer auch für die anderen Sektoren gestalten könnte – bei ersatzloser Streichung des EEG versteht sich. Der entscheidende Gedanke besteht darin den Bürgern die EInnahmen der CO2 Steuer zukommen zu lassen – und dadurch einerseits soziale Härten zu vermeiden und andererseits die notwendige Akzeptanz in der Bevölkerung für eine derartige Steuer zu erlangen
  • Und hier stellt der Baden-Württembergische Umweltminister Untersteller seine Pläne vor, wie er eine CO2-Steuer gerne pervertieren würde – indem man die Steuereinnahmen eben nicht an die Bürger weitergibt sondern an die GRÜNE Industrie-Lobby auszahlt.  Die Umverteilung von unten nach oben soll also ausgeweitet werden. Denn dank EEG finanziert auch der Harz IV Empfänger gnadelos über seine Stromrechnung die Windkraftbeteiligung seines Zahnarztes.   Ohne Worte …
  • Und zum Abschluss noch eine schöne Rezension zum Odenwald Dokumentarfilm „End of Landschaft“

 

Wichtig: 7.3.2019 Mahnwache/ Lichtermeer für den Odenwald! Macht alle mit!!

Noch immer plant das Regierungspräsidium Darmstadt in der nächsten Regionalversammlung den hessischen Naturpark Odenwald in einen Windpark zu verwandeln! Bereits zur letzten Regionalversammlung im Dezember 2018 hatten wir über 20.000 Unterschriften gegen diesen Plan gesammelt. Doch in wenigen Wochen wird sich die Regionalversammlung erneut mit diesem Plan befassen. Und deshalb müssen wir wieder auf die Strassen…:

Wieder sind die Bürgerinnen und Bürger aufgerufen am 7. März ab 18 Uhr auf die Strassen zu gehen und Kerzen und Lichtlein zu entzünden undeine Mahnwache abzuhalten: Für den Erhalt des Odenwaldes als  Naturpark und Lebensraum geschützter Arten  – und gegen die gescheiterte und eben NICHT nachhaltige Energie- und Klimaschutzpolitik.

Weitere Infos auch auf der Seite der BI Siedelsbrunn/Ulfenbachtal

Demo in Berlin am 23.05.2019!!!

Hier eine Information und Einladung von der BI Siedelsbrunn Ulfenbachtal zur

BERLIN-DEMO am 23.5.2019

Für alle Odenwälder die bei der BERLIN -Demo dabei sein wollen hat Udo folgene Anreise organisiert:

2 Tage  BERLIN 1 Übernachtung

ABLAUF: (Abfahrtzeiten werden noch bekannt gegeben)

Mittwoch, den 22.05.2019  –  Anreise im modernen Reisebus mit WC (Haltestellen: wie bekannt, Wald-Michelbach, Abtsteinach, Birkenau, Weinheim)

Abfahrt voraussichtlich gegen 05:00 Uhr – Ankunft (mit Pausen) gegen 15:00 Uhr Weiterlesen

BI Schurwald: Durch Energiesammelgesetz vom 1.1.2019 wird Ausschreibungsvolumen für Windkraft an Land deutlich erhöht!

Hier geben wir eine Info-Mail der BI-Schurwald (Schwarzwald) zu der zukünftigen Vergütung für WIndkraft weiter (vielen Dank an die BI für die Informationen):

Ausschreibungsvolumen für Windkraft an Land wird deutlich erhöht: Bürger zur Ausbeutung freigegeben

Von der Öffentlichkeit weitgehend unbemerkt hat der Bundesrat am 14.12.2018 das Energiesammelgesetz verabschiedet; dieses ist bereits am 01. Januar 2019 in Kraft getreten.

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Hessischer Koalitionsvertrag: Odenwald soll Industriegebiet werden

Wie zu befürchten war: Die Verschnaufpause für den Odenwald währt nicht lange. Zum einen wurde mit Angela Dorn (Grüne)  eine weitere radikale „Windkraft im Wald“ Befürworterin ins Kabinett geholt. Zum anderen spricht der Koalitionsvertrag eine deutliche Sprache…Trotz aller Proteste: 2% Hessens soll der Windindustrie geopfert werden – und dass dies nicht die urbanen Regionen sind in denen die Wählerinnen und Wähler leben versteht sich von selbst. Geopfert werden soll die „Restnatur“: Die 2% Windkraftfächen betreffen letztlich an die 100% der letzten noch nicht inudustrialisierten und zerschnittenen Naturlandschaften Hessens  – wie eben den Naturpark Odenwald oder den „Märchenwald“ Reinhardtswald. Dass selbst der versprochene Klimaschutz ausgeblieben ist führt leider nochwegs – zumindest bei der Schwarz-Grünen Landesregierung – keineswegs zu einem Hinterfragen des eingeschlagenen Kurses..:

 

Landrat a.D. Horst Schnur legt leider sein Kreistagsmandat nieder – der Lotse geht von Bord

Nach offenbar heftigen Auseinandersetzungen in der SPD-Kreistagsfraktion rund um das Thema Windkraft-Vorrangflächen im Odenwaldkreis hat der langjährige frühere Landrat Horst Schnur sein Kreistagsmandat mit sofortiger Wirkung niedergelegt!

Horst Schnur (SPD) wies unermütlich auf die Gefahren und Folgen der radikalen WIndkraftpolitik für den Odenwaldkreis hin – was ihm jedoch nur die betroffene Bevölkerung, nicht aber seine Parteigenossen dankten.

Lieber Herr Schur, vielen Dank für Ihren unermütlichen Einsatz gegen die Zerstörung des Odenwaldes!!

 Artikel „Kreistagsmandat niedergelegt: Horst Schnur sagt leise Servus“

Weiterer Artikel in „Fakt“ zum Rückzug Schnurs „Der Lotse geht von Bord!“

Karrikatur von Jeanne Kloepfer

MUNA Vortrag: Flächendeckend Schwarzstörche und Greifvögel im Odenwald

Hier ein kurzer Bericht zum Vortrag  von MUNA e.V. :

Der Verein zur Förderung von Bürgerwissenschaften hatte Ende Dezember in Heidelberg-Handschuhsheim zu einem Vortrag über den Schwarzstorch und Greifvogelarten im Odenwald eingeladen.

Vor großem Publikum im bis auf den letzten Platz besetzten Saal des Alten Rathauses referierte der Vorsitzende des Naturschutzvereins MUNA e.V., Dirk Bernd, über den imposanten, seltenen und streng geschützten Großvogel, dessen Lebensweise, Verbreitung und über die Gefahrenquellen, denen er ausgesetzt ist.

Entgegen der bis vor einigen Jahren verbreiteten Meinung, dass der Schwarzstorch im Odenwald nicht vorkomme, konnte der Verein MUNA e.V. durch mehrjährige Untersuchungen und Kartierungen einen flächendeckenden Bestand von 14 bis 18 Paaren im gesamten Odenwald belegen. In diesem Jahr gelang es, gleich mehrere Horste ausfindig zu machen. Dirk Bernd erläuterte, wie schwierig und zeitaufwändig sich die Suche nach Horsten gestaltet.

Zudem benötigen die Beobachter zur Erfassung ein geschultes Auge, um den Thermik- und Segelflieger über Entfernungen von mehreren Kilometern oder auch auf kurzer Distanz gut getarnt vor den bewaldeten Höhenrücken des Odenwaldes überhaupt erkennen zu können.
Der Schwarzstorch steuert bei seinen weiträumigen, bis zu 10 km reichenden Nahrungssuchflügen vor allem fisch- und amphibienreiche Fließgewässer, Wiesengräben und Feuchtwiesen sowie Seen, Teiche und sogar Wildschweinsuhlen an. Weiterlesen

Trotz Allem: Frohe Weihnachten!

Nachdem sich das Regierungspräsidium Darmstadt in den letzten Jahren angewöhnt hat über die Weihnachts- und Jahresendzeit haarsträubende WKA Genehmigungen in unseren Wäldern zu erteilen fällt es schwer die besinnliche Zeit ohne düstere Gedanken zu verbringen. Die heute unterzeichneten Schwarz-Grünen Koalitionsverträge verheißen auch für das kommende Jahr nichts Gutes für den UNESCO Naturpark Odenwald: Mit Angela Dorn („Wälder brauchen Windräder“) und Priska Hinz (im Odenwald berüchtigt als Urheberin des „Lex Lindscheid“: Den Schutzabstand für die Mopsfeldermaus reduzierte sie von 5 km auf 200m) sind neben Al-Wazir zwei weitere radikale Windkraft-im-Wald Befürworterinnen in entscheidenden Minister Ämtern. Bezüglich Angela Dorn sei an ihren atemberaubenden Auftritt in Schönau erinnert – als sie ernsthaft den Bau der WKA im Natura 2000 Fledermausschutzgebiet Greiner Eck als Wohltat für die Natur und das Weltklima darstellte.

Foto: Im Vordergrund der Odenwälder Katzenbuckel.  Im Hintergrund: Die hessischen Windkraftvorrangflächen.