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Wir trauern um Enoch zu Guttenberg

Enoch zu Guttenberg ist gestorben. Wir können diese Nachricht kaum fassen.

Ein Nachruf von Georg Etscheit (hier lesen)

Wir verlieren einen besonderen Menschen. Der Dirigent und Naturschützer hat wie kein anderer in den Zeiten der Energiewende dafür gestritten dass Natur und Schöpfung einen Eigenwert haben den es bedingungslos zu Achten gilt.

1975 war er Mitbegründer und Vorstandsmitglied des BUND. 2012 trat er im Streit um die Windkraft aus  (Seine Begründung in der FAZ lesen Sie hier) und stellte sich fortan an die Seite zahlreicher Bürgerinitaitiven und der vom BUND abgespalteten und neu gegründeten Naturschutzverbände (Naturschutzinitiative e.V. und Verein für Landschaftspflege und Artenschutz in Bayern e.V. (VLAB).

Unvergessen ist uns sein Auftritt im Odenwald im Februar 2016 vor rund 500 Zuhörern. Wortgewaltig, wahrhaftig und tiefgründig  war seine Rede in Beerfelden und tief hallte seine Botschaft und sein bedingungsloser Einsatz für Natur und Landschaft im Odenwald nach.

Eine Bemerkung in der Diskussion mit dem Publikum nach seiner Rede blieb in Erinnerung: Der Kampf für den Erhalt der Natur und gegen den Windwahn ist traurig, mühsam und fast hoffnungslos – aber ein Gutes hat er: Man lernt dabei auch die besten und aufrichtigsten Menschen kennen.   So ist es – denn so lernten wir ihn kennen.

In tiefer Trauer.

Enoch zu Guttenberg in Beerfelden: Odenwälder Manifest

Am 25.2.2016 hielt Enoch zu Guttenberg – einst Mitbegründer des Naturschutzverbandes BUND – in der alten Turnhalle in Beerfelden  eine beeindruckende, tiefgreifende Rede. Die RNZ berichtete heute:  Den Artikel finden Sie hier

Enoch zu Guttenberg zählt zu den „Urgesteinen“ der deutschen Naturschutzbewegung. Bekannt wurde er u.a. durch sein Engagement für den Erhalt des Regenwaldes, dass er sogar mit bis in seine Konzertaufführungen hineintrug (siehe z.B. seine Regenwaldrede von 1990).

Bereits 2012 trat Enoch zu Guttenberg  wegen dessen Windkraftpolitik aus dem BUND aus. Siehe hier.

Bei der Vorbereitung der Veranstaltung zwischen Enoch zu Guttenberg und den diesen Abend organisierenden Bürgerinitiativen gab es auch einen Austausch über die Ursachen der katastrophalen Auswirkungen der „Energiewende“ für Mensch, Natur und Landschaft, über die nötigen Schritte um diese Fehlentwicklung zu beenden – und über die Frage wie eine echte, nachhaltige und für Mensch und Natur verträgliche Energiewende aussehen muss,

Einige der Gedanken und Forderungen wurden zu einem kurzen Text zusammengestellt und von Enoch zu Guttenberg am 25.2.2016 in Beerfelden unter den Titel „Odenwälder Manifest“ verlesen.

Das „Odenwälder Manifest“ finden Sie hier