Schlagwort-Archiv: Wirtschaftlichkeit

Presserundschau zu Windkraft im Odenwald

RNZ: Eberbacher werden zur Windkraft befragtDer Eberbacher Gemeinderat hat Vorplanungen für eine Entscheidung zur Windkraft um Eberbach weiter vorangetrieben. …Mit der einen Monat dauernden Beteiligung der Öffentlichkeit sei im März oder April zu rechnen. 

Odenwälder Echo: Umweltausschuss: Landrat berichtet von einer „Flut von Anfragen zur Windkraft“ … Landrat Frank Matiaske berichtete von „Flut von Anfragen zur Windkraft“ … auf Nachfrage erfuhr er, bei der Unesco habe man sich noch nie mit dem Thema beschäftigt, „ob die Windkraft eine Rolle spielt“. … die Genehmigung des RP Darmstadt für die Windkraftanlagen auf dem Kahlberg sei auch mit Verweis auf fehlende Aussagen im Geo-Naturpark zu dem möglichen Unesco-Konflikt erteilt worden … Matiaske sprach von hohem Genehmigungsdruck auf das RP zum Jahresende wegen der geltenden Richtlinien des Energieeinspeisegesetzes. Er vermutet angesichts der oft stillstehenden Windräder auf dem Geisberg zwischen Erbach und Mossautal, dass solche Anlagen künftig wegen der Effektivität in windreicheren Gegenden genehmigt und gebaut werden Weiterlesen

ZfK: Problematische Wirtschaftlichkeit von Windkraft in Baden-Württemberg

Interessant ist ein Artikel in der jüngste Ausgabe der Zeitung für Kommunalwirtschaft:

Dort wird eher aus Sicht der Projektierer bzw. Betreiber bedauert, dass in Bayern wegen planungsrechtlicher Hürden (10 h) kaum noch zugebaut werden dürfte, in Bade-Württemberg wegen der problematischen Wirtschaftlichkeit. Die dort genannten Gründe (Mehrkosten in Waldhöhenlagen) bestätigen die Kritik, welche sowohl das Umwelt Prognose Institut, als auch die BI „Rettet den Odenwald“ gegenüber dem Nachbarschaftsverband bereits geäußert haben.

Ein Argument im Artikel ist allerdings schief: Höhere WKA führen nur dazu, dass während der (in Süddeutschland seltenen) Starkwindzeiten die Ausbeute etwas höher wird (weil in wachsender Höhe die Windgeschwindigkeit zunimmt). Höhere Masten ändern aber nichts an der zu geringen Volllastbenutzungsdauer der Anlagen, weil der Wind in Süddeutschland zu unstet weht. Die Stetigkeit ist für die Wirtschaftlichkeit wichtiger als die Windgeschwindigkeit.

Bei einer weiteren Aussage des Artikels ist Skepsis angebracht: Würde das Ausschreibungsmodell konsequent für alle Projekte gelten, wäre ein Zubau in Baden-Württemberg im Allgemeinen und im Odenwald im Speziellen in der Tat unwahrscheinlich. Das letztendlich verabschiedete derzeitige Ausschreibungsmodell enthält aber so viele Ausnahmen und Schlupflöcher (z.B. für sog. Bürgerwindparks, aber auch bei Netzengpässen), dass in Baden-Württemberg planungsrechtlich ausgewiesene Standorte durchaus noch zum Zuge kommen werden.

Leider hat auch die EU-Kommission bei ihrer beihilferechtlichen Genehmigung  nicht unterbunden, dass Windanlagen umso mehr subventioniert werden können, je windungünstiger der Standort ist.

Eine mangelnde Wirtschaftlichkeit wird also leider auch weiterhin auf absehbare Zukunft kein Hinderungsgrund für den Bau von Windkraftanlagen in Schutzgebieten und im Odenwald sein.

Pfalzwerke: Kein Ausbau der Windkraft-Sparte wegen mageren Windrenten in der Region

 

Ein Blick über den Rhein zeigt: Auch dort sind die Windverhältnisse so mager, dass die Pfalzwerke ihre Windkraftsparte auf Eis legen. Die Rheinpfalz berichtete dies bereits am7.7.2016. Als Hauptgrund für den Strategiewechsel werden nicht etwa veränderungen in der Stromförderung, sondern die im Vergleich zu den ursprünglichen Prognosen mageren Windernten in der Region.

Die Rheinpfalz schreibt auch: „Der mit der einstigen Partnerin bei der Pfalzwind, der Wörrstadter Juwi AG, geplante Ausbau der Windkraft-Projekte auf 100 Anlagen liege auf Eis, sagte das für den kaufmännischen Bereich zuständige Vorstandsmitglied Werner Hitschler.“

Windkraftwerke haben in Süddeutschland ein Wirtschaftlichkeitsproblem (häufig unter 2000 Volllastbenutzungsstunden p.a. gegenüber ca. 4000 in Norddeutschland). Deshalb entsteht Druck, an der Wartung zu sparen.

Lesenswert: „Effektiver Klimaschutz“ und andere Mythen zur Energiewende

So wird in der Schweiz in der Neuen Zürcher Zeitung über die deutsche Energiewende geschrieben und gedacht

Absolut Lesenswerte und kurze Zusammenfassung vieler Argumente, mit denen wir mit „Rettet den Odenwald“ schon seit mehr als drei Jahren vergeblich versuchen in der deutschen „Energiewende und Klimaschutz“ Debatte Gehör zu finden

Den Artikel lesen Sie hier

Die Entzauberung der Energiewende 

Artikel von Christoph Eisenring vom 15.6.2016 in der NZZ

10 Mio EUR Bilanzverlust bei Pfalzwind

Die Allgemeine Zeitung schreibt am 25.11.2015: „Juwi soll Windpark wieder zurücknehmen – Pfalzwind GmbH klagt auf Rückabwicklung des 14-Millionen-Euro-Geschäftes“. 

Den Artikel finden Sie hier.

Pfalzwind betreibt zahlreiche WKA in der Rheinebene. Der Artikel erwähnt am Rande aktuelle Zahlen: „...Denn der Windpark ist nach Informationen dieser Zeitung maßgeblich dafür verantwortlich, dass die Pfalzwind, die insgesamt 63 Windräder mit einer Gesamtleistung von 106,66 Megawatt im Portfolio hat, tief in den roten Zahlen steckt: Wie aus dem Jahresabschluss der Gesellschaft hervorgeht, stieg 2014 der Jahresfehlbetrag von 1,84 auf 1,92 Millionen Euro, der Umsatz sank von 14,56 Millionen auf 13 Millionen Euro. Über die Jahre hat sich bei der 2003 gegründeten Pfalzwind der Bilanzverlust auf 10,56 Millionen Euro summiert.“