Leseempfehlung: Naturschutz Magazin der Naturschutzinitiative e.V.

Leseempfehlung: Die Naturschutzinitiative e.V. (NI) veröffentlichte in ihrem aktuellen Naturschutzmagazin zahlreiche lesenwerte Artikel zum Spannungsfeld Energiewende versus Umweltschutz. Die Autorinnen und Autoren sind zumeist rennomierte Natur- und Umweltschüzter

Hier geht es zur Online Ausgabe des Naturschutz Magazins

Mitglieder der NI erhalten das Magazin kostenlos zugesandt. Nicht nur deswegen, sondern vor allem weil die Naturschutzinitaitive als klageberechtigter Verband konsequent Naturschutz auch bei Energiewendetehemen einklagt legen wir hier ein gutes Wort für sie ein … wer noch nicht Mitglied ist wird es ja vielleicht nach Lektüre des Naturschutz Magazins 🙂

 

Infoabend am 15.11: Prof. Wink und Dr Kuck zu Gefahren für Naturschutz und Gesundheit durch Energiewende. Wald-Michelbach

Der Verein Für das Leben und die Freiheit e.V.

lädt herzlich ein zu einer Informationsveranstaltung am Freitag, den 15. November 2019 um 19.30 Uhr nach Wald-Michelbach ein

In der Rudi-Wünzer-Halle, Rudi-Wünzer-Straße 29, 69483 Wald-Michelbach.

Der Eintritt ist frei, Einlass ab 19.00 Uhr.

Aus der Einladung: Weiterlesen

Waldschutz! Unsere Vorschläge für Maßnahmen zum „Klimanotstand“ in Heidelberg

Am 9. Mai 2019 hat Heidelberg den „Klimanotstand“ ausgerufen. Diese Woche haben nun die Stadtverwaltung und die GRÜNEN ihre Vorschläge für Maßnahmen zum Klimanotstand vorgestellt. Siehe hier und hier.

Wir begrüßen und unterstützen die zahlreichen Vorschläge von Stadt und GRÜNEN welche eine Einsparung von Energie (z.B. Stärkung des innerstädtischen Radverkehrs), eine Förderung von energieärmeren, nachhaltigeren Lebensstilen der Stadtbewohner/innen  sowie eine Bindung von CO2 in Pflanzen (z.B. Maßnahme: Pflanzen von 500 Bäumen) bewirken.

Uns fehlen jedoch wirksame Sofortmaßnahmen (I), weshalb wir hier eigene Vorschläge einbringen: 1.) Stopp der Holzentnahme aus dem Heidelberger Stadtwald und 2.) Nachtabschaltung der Straßenbeleuchtung in weiten Teilen des Stadtgebietes. Ferner vermissen wir eine Berücksichtigung des wichtigen Aspekts „Tourismus/Freizeitverhalten und Verkehr/Treibhausgasemissionen“ (siehe II) und warnen eindringlich vor einer verstärkten Energiegewinnung aus Biomasse (III) und vor Windkraft an den „Drei Eichen“ oberhalb der Heidelberger Stadtteile Boxberg/Emmertsgrund. Denn: die Fläche liegt a) im Wald, b) in einem Landschaftsschutzgebiet, c) in einem Natura 2000 FFh Gebiet sowie d) im Naturpark Neckartal-Odenwald.

Ausführlicher:

I. Unsere Vorschläge für Sofortmaßnahmen:

1.) Stopp der Holzentnahme aus dem Stadtwald: Wir fordern die konsequente Entwicklung des Stadtwaldes als CO2 Speicher. Wesentlich wichtiger als das Pflanzen neuer Bäume ist der Erhalt und die natürliche Weiterentwicklung des Baumbestandes im Stadtwald. In seinen ersten 80 Lebensjahren bindet ein Baum wesentlich weniger CO2 aus in seinen nächsten 80 Lebensjahren. Wir fordern vor dem Hintergrund des Klimanotstandes einen (nahezu) vollständigen Stopp der Holzentnahmen aus dem Stadtwald – solange bis der Wald  sein maximales CO2 Speicherpotenzial aufgebaut hat (dieser Zeithorizont geht über das Jahr 2050 hinaus). Hinweise: In einem Kubikmeter Holz ist rund 1 t CO2 gebunden. Grob überschlagen würden bei der Umsetzung dieser Maßnahmen durch den weiteren Zuwachs des Waldes von etwa 11m³ Holz/ha ca. 35.000 t CO2/Jahr ZUSÄTZLICH gebunden – so lange bis der Wald sein „Speichermaximum“ erreicht hat1 . Der aktuelle jährliche heidelberger Holzeinschlag von ca 25.000 Festmetern müsste erheblich reduziert werden. Wissenschaftliche Ausführungen siehe hier: Carbon accounting of forest bioenergy. Und hier ein einführender – aber inhaltlich nicht vollständiger NZZ Zeitungsartikel.

Vergleich: Die Stromproduktion der PV Anlage eines Einfamilienhaus bringt nach Angaben der Stadt Heidelberg eine Minderung von 4t Co2/Jahr2.

Hinzu kommt dass eine Stärkung des Stadtwaldes gegen Extremereignisse wie Stürme/Dürren künftig die höchste Priorität haben muss um seine CO2-Speicherfähigkeit nicht weiter zu gefährden. Eine völlige Beendigung bzw. drastische Reduzierung der Holznutzung für die nächsten Jahre ist hierbei der wichtigste Schritt.

2.) Straßenbeleuchtung: Wir setzen uns ein für eine sofortige Reduzierung des Stromverbrauchs durch die Abschaltung der Straßenbeleuchtung in den Nachtstunden (z.B. zwischen 0:00 und 5 Uhr – Orte des Nachtlebens oder Brennpunkte können davon ausgenommen sein). In Kommunen welche eine reduzierte Straßenbeleuchtung bereits umgesetzt haben zeigte sich dass die Sorge um „Sicherheitsverlust“ unbegründet war. Übrigens war auch vor einigen Jahren in Ladenburg – allerdings aus finanziellen Gründen – die Straßenbeleuchtung nachts ausgeschaltet. Als weitere Kommunen mit Abschaltungserfahrung sind zu nennen: Göttingen, Lindau, Nienburg, Herford, Krefeld u.a. .3

II Klimaschutz und Tourismus/Mobilität: Hier weisen wir auf einen wichtigen Aspekt im Verkehrsbereich hin der in der bisherigen Stadtdebatte weder von der Stadtverwaltung noch den GRÜNEN beachtet wurde: Weiterlesen

15.11.: Benefizkonzert von Leo in Heiligkreuzsteinach

Einladung von LeO:

Liebe Mitglieder und Freunde,

aller guten Dinge sind drei, so auch unser LeO-Benefizkonzert, zu dem wir Sie hiermit herzlich einladen!!!

Auch diesmal erwartet Sie ein musikalisch bunter Abend, wenn wunderbare Musiker aus unserer Region ihre Musikstücke zum Besten geben. An dieser Stelle schon mal lieben Dank an alle Künstler, die wie immer ohne Gage für LeO Heiligkreuzsteinach auftreten werden! Weiterlesen

Dringende Petition: Bitte protestiert: Windenergielobby will Artenschutz aushebeln

„Rettet den Odenwald“ unterstützt diese dringende Petition von „Rettet den Regenwald e.V.“:

Bitte protestiert: Windenergielobby will Artenschutz aushebeln. Auf einem „Windgipfel“ der Bundesregierung will die Windkraft-Branche den Artenschutz aufweichen. Ziel ist es, den Bau neuer Windkraftanlagen zügiger voranzutreiben – auf Kosten der Tierwelt. Juristen und Umweltschützer protestieren. Die Rotorblätter erschlagen schon jetzt jährlich 250.000 Fledermäuse und Tausende Vögel.

Hier geht es zur Petition 

https://www.regenwald.org/petitionen/1192/bitte-protestiert-windenergielobby-will-artenschutz-aushebeln?mtu=437931893&t=5731

MUNA: Keine weitere Aufweichung des Artenschutzes!

Pressemitteilung von MUNA e.V.:

Nachdem die Windkraftlobby seit Wochen Alarm schlägt, der Ausbau der Windkraft würde
stocken, hat Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier ein Krisentreffen für den 05.09.2019
anberaumt. Man will sich u.a. mit rechtlichen Fragen zur Genehmigung beschäftigen und auch
damit, wie die anvisierten Ausbauziele durch erneuerbare Energien bis 2030 erreicht werden
können.
Der vom Bundesverband WindEnergie (BWE) aufgestellte „Aktionsplan für mehr Genehmigungen von Windenergieanlagen an Land“ ist lang. Insbesondere der Artenschutz soll weiter aufgeweicht werden! Man fordert bei genehmigungsrechtlichen Unklarheiten künftig „im Zweifel für die Windenergie“ zu entscheiden. Außerdem sollen die Ausnahme-Regeln des Naturschutzgesetzes dahingehend geändert werden, dass die Installation von Erneuerbare-Energie-Anlagen „im dringenden Klimaschutzinteresse und damit besonderem Naturschutzinteresse ein Ausnahmetatbestand im Sinne dieser Vorschrift ist.“
Bei diesen Forderungen der Windkraftlobby wird die Rolle der Windindustrie als
Hauptgefährdungsfaktor für bestimmte Populationen von Vogel- und Fledermausarten
heruntergespielt, wissenschaftliche Erkenntnisse und Studien werden ignoriert bzw. sogar
verdreht.
Mit dem derzeitigen Windindustrieausbau kommt es in Deutschland immer wieder zu Verstößen gegen sämtliche internationale Abkommen zum Schutz wandernder, wildlebender Tierarten, wie der Niedergang mehrerer Fledermausarten und Vogelarten zeigt, sowie gegen europarechtliche und nationale Verpflichtungen.

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BI Gegenwind Beerfelden-Rothenberg: viele offene Fragen zu geplanten Windrädern von JUWI in Etzean (Airlenbach /Güttersbach)

BI Gegenwind sieht viele offene Fragen zu geplanten Windrädern von JUWI in Etzean

Nach der jüngsten Verwerfung des Flächennutzungsplans der Odenwald-Gemeinden vor dem Verwaltungsgerichtshof Kassel wird der Wind rauer und bei den bevorstehenden Bauanträgen neuer Windindustrieanlagen durch die Projektierer ist mit einer Reihe von Einzelfallklagen zu rechnen.
Dies gilt insbesondere für die aktuellen Planungen des rheinland-pfälzischen Windkraftprojektierers JUWI, fünf Windräder im Bereich „Katzenwinkel“ zwischen Etzean, Airlenbach und Güttersbach zu errichten. Die Bürgerinitiative Gegenwind unterstützt die klare Protesthaltung der Stadt Oberzent mit Nachdruck und wird ihrerseits der Stadt alle mögliche Unterstützung auch bei der Finanzierung von Gutachten und juristischen Bewertungen leisten. Schließlich hat die Bürgerinitiative seit der Beantragung des Projektierers JUWI von 5 Windrädern im Katzenwinkel bei Etzean Akteneinsicht bei der Planungsbehörde im Regierungspräsidium erreicht und dabei gravierende Mängel in den Antragsunterlagen festgestellt. Entsprechende Einwendungen wurden bereits im Januar 2018 dem Regierungspräsidium Darmstadt mitgeteilt. Weiterlesen

Windpark Greiner Eck: Mehr Schönrechnerei als CO2 Einsparungen

Wieviel CO2 spart denn so ein Windpark wirklich ein?

Vergleicht man die Pressemeldungen zum Greiner Eck der letzten Jahre fällt auf dass die Windpark-Betreiber ihre eigenen „Erfolgszahlen“ immer weiter nach unten korrigieren. Während beispielsweise bisher noch von 24.000 t CO2 Einsparung/Jahr die Rede war sind es im jüngsten Interview nur noch 14.000 t CO2/ Jahr.

Wir nehmen das zum Anlass die Frage der CO2 Einsparung einmal genauer zu betrachten:

Wo kommen diese Zahlen zu CO2 Einsparung überhaupt her? Die Angaben von Windparkbetreibern zur erzielten Vermeidung von CO2 beruhen nicht etwa auf Messungen sondern auf Modellrechnungen. Und je nach eingesetztem Modell und den zugrundegelegten Annahmen weichen die Ergebnisse erheblich voneinander ab – gut zu sehen am Beispiel des Windparks Greiner Eck: Im ECHO-Interview vom 14.8.20191 sprechen die Betreiber von CO2 Einsparungen von 14.0000 t CO2/ Jahr – während zeitgleich auf der Website der Betreiber von 24.000 t CO2/ Jahr die Rede ist 2 (Stand 16.8.2019) – jeweils bezogen auf eine Stromproduktion vom 28 Millionen Kilowattstunden / Jahr. Setzt man das Einsparmodell des  Umweltbundesamtes von  2017 an so kommt man bei dieser Strommenge auf einen Wert von 17.000 t CO2/Jahr3. Wir halten fest: Die Betreiber des Windparks gehen inzwischen selbst davon aus dass der Windpark pro Jahr 40% weniger CO2 einspart als bisher postulierten – bei gleicher Stromproduktion wohlgemerkt (28 Mio KWh). Und ebenso wie die Einsparungen / KWh gingen übrigens auch die Angaben zur Leistung des Windparks beständig nach unten: 2015 war gar noch von 40.000 Megawattstunden/Jahr die Rede (3.2.2015 Neckartal Nachrichten); 2016 von 35.000 Megawattsunden (28.1.2016 Frankfurter Rundschau) und seit 2017 ist noch von 28.000 Megawattstunden die Rede.

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Naturschutzinitiative e.V. (NI) erfolgreich bei Verlängerungsantrag zu Windradabschaltung (Schwarzstörche)

Ausnahmsweise mal erfreuliche Neuigkeiten: Der Windrad-Schwarzstorch-Krimi am Felgenwald geht weiter… momentan ausnahmsweise 2:0 für die Schwarzstörche – Dank Vogelschützern, NI und Odenwald-Landkreis…:

Landkreis Odenwaldkreis verfügt auf erneuten Antrag der NI die weitere Abschaltung der Windindustrieanlagen Felgenwald

PM der NI vom 23.08.2019

„Auf erneuten Antrag der Naturschutzinitiative e.V. (NI) hat der Landkreis Odenwaldkreis zum Schutz der Schwarzstörche verfügt, die beiden Anlagen im Felgenwald bis zum 30.08.2019 abzuschalten. Der Anlagenbetreiber hat nach Auskunft der Kreisverwaltung des Odenwaldkreises Widerspruch gegen diese Verfügung eingelegt und beim Verwaltungsgericht Eilrechtschutz beantragt.

Die Kreisverwaltung wies der NI gegenüber darauf hin, dass die Verfügung erst aufgeboben werde, sobald vom Gutachter Dirk Bernd, Lindenfels, die Mitteilung komme, dass die Schwarzstörche weggezogen seien. Damit wird eine weitere Forderung der NI erfüllt.

Die NI begrüßt diese Maßnahme der Behörde zum Schutz der Schwarzstörche, an denen sich viele Genehmigungsbehörden ein Beispiel nehmen könnten. Der Odenwaldkreis kommt damit seiner Verantwortung als Wächter und Garant des Natur- und Artenschutzes nach.

Wir gehen davon aus, dass das Verwaltungsgericht die Verfügung  der Behörde bestätigen wird, um dem Artenschutz genügend Rechnung zu tragen.

Mehr Infos: 06.08.2019 – PM – Odenwaldkreis verfügt nach Antrag des anerkannten Umweltverbandes Naturschutzinitiative e.V. (NI) Windrad-Abschaltung im Felgenwald „