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Windpark im UNESCO-Naturpark Odenwald ist ein Sündenfall

Region Bergstrasse berichtet am 16.9.2016:

„Ein Sündenfall am UNESCO-Geopark Bergstraße -Odenwald“, so bezeichnet der ehemalige Landrat des Kreises Bergstraße und langjährige Vorsitzende des Geoparks, Matthias Wilkes, die derzeit im „Greiner Eck“ zwischen Hirschhorn und Neckarsteinach in Bau befindlichen Windindustrieanlagen. „Dass hier in den artenreichen Waldboden tonnenweise Beton gekippt wird und dann Industrieanlagen errichtet werden die in der Höhe alle Schornsteine der Region bis hin zur BASF überragen, ist für unsere wunderschöne Naturlandschaft an Odenwald und Neckar unerträglich“ so Wilkes.

Den Artikel lesen Sie hier

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Greiner Eck: Auslegerkran für erstes Windrad steht

Über die aktuelle Situation am Greiner Eck berichtet die BI auf ihrer Homepage (siehe hier)

Hier der Artikel vom 18.08.2016

Erste Auswirkungen auf das Lanschaftsbild erkennbar

Nun sind die Bauauswirkungen nicht nur im Wald direkt ersichtlich, auch kann nun der „kleine“ Auslegerkran von Hirschhorn aus, an der Windenergieanlage (WEA) Nr.1 gesehen werden. Laut unseren Informationen handelt es sich hierbei um den „kleinen“ Kran welcher die Betonfertigteile des Turms bis zu einer Höhe von ca. 100m erstellt – danach kommt der „große“ Kran, setzt auf den Betonteilen die Stahlsegmenttürme auf bis der Turm eine Höhe von ca. 135m erreicht hat. Mit den dann folgenenden Rotorblättern werden die WEA eine Gesamthöhe von knappen 200m aufweisen, also fast doppelt so hoch wie man jetzt mit dem Auslegerkran erkennen kann:

Hirschhorn, Langenthaler Straße, Höhe Dekodur:

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Wer nicht die RNZ abonniert hatte, wurde in diesen Tagen uninformiert überrollt von den 120 Beton-Transporten über die Darsberger Straße in Neckarsteinach und die Greiner Straße in Darsberg hoch ans Greiner Eck, die leer auch wieder 120-fach zurückfuhren. Eigentlich war in dem Flugblatt, das nur an die Anwohner dieser beiden Straßen vor etwa 10 Tagen verteilt wurde, angekündigt, dass der genaue Termin dem Mitteilungsblatt und/oder der Homepage des Planers zu entnehmen sein würde. Zu finden war es in beiden Quellen nicht, nur in der RNZ vom Samstag. Von dem Termin betroffen waren auch die Halteverbotsstrecke in Darsberg, wie auch die Straßensperrung zwischen Darsberg und Grein am Dienstag und Mittwoch dieser Woche. Diese fehlende Ankündigung der konkreten Transporttage nahm vielen Bürgern die Möglichkeit zu rechtzeitigen Ausweichplanungen.  Außerdem war am Dienstagvormittag bereits zu erleben, dass gleichzeitig auch Schottertransporte in zweizügigen LKWs über Schönau nach Grein erfolgten. Das ist wegen der dort sehr engen abschüssigen Kreisstraße, die jetzt als Umleitung gilt, besonders gefährdend, weil dort Begegnungen mit Schwerverkehr in der Regel dazu führen, dass erhebliche Strecken weit zurückgesetzt werden muss, weil fast keine Ausweichstellen da sind und seit Baumfällungen auch keine sicheren Bankette mehr.

Die Anwohner der genannten Straßen hatten hoffentlich die Beweissicherung ihrer Häuser in Anspruch genommen, die vom Planer abrufbar angeboten wurde. Auch die sehr nah an der Straße stehende Darsberger Kapelle mit ihrem wertvollen Altar ist hoffentlich außen und innen umfassend beweissichernd aufgenommen worden. Vor allem aber auch das dortige Kanalnetz, dessen Zustand schon seit vielen Jahren allgemein Gegenstand städtischer Sorge ist. Denn das hohe, kurztaktige Frequenzaufkommen der Betonlieferungen ist bereits gewaltig und die möglichen Schwertransporte in Folge werden es nicht weniger sein.

Das einzig Positive an der Situation ist die Geschwindigkeitsbegrenzung in den Straßen auf 30km/h für LKWs. Denn die auch bisher schon wuchtigen Schotterlieferungen donnerten noch unverhältnismäßig schnell durch, auch im Wald, wo prinzipiell nur langsam gefahren werden darf. Erst durch unsere Intervention vor Monaten im RP wurden 30km/h-Schilder an den Waldstrecken angebracht. Diese sind nach wie vor auch noch genutzte Wanderwege und bieten an den ausgebauten Strecken oft keine Ausweichmöglichkeit.

Das forcierte Bautempo lässt einiges auf der Strecke bleiben, allem voran die Beachtung der vielen Nebenbestimmungen, die eine Genehmigung für diesen sensiblen FFH-Bereich überhaupt erst ermöglichten.

Wir stellen Verstöße in den Bereichen Wasser- und Bodenschutz fest, den Einsatz und leichtfertigen Umgang mit lebensgefährlichen Stoffen und vieles andere, was den Eindruck vermittelt, als gäbe es keine Bauaufsicht, die dieses verantwortlich steuert. Ordnungsgemäß geben wir unsere Wahrnehmungen an das RP weiter, das sie prüft und notfalls Sanktionen erlässt. Unsere Intention dabei ist, leicht vermeidbare Schäden und Gefahren möglichst sofort einzugrenzen, nachdem der großen Zerstörung am Greiner Eck durch die Genehmigung mit Sofortvollzug die Tore weit geöffnet wurden.

 

Die meistgestellte Frage, die sich mit fortschreitendem Baugeschehen am Greiner Eck ergibt, ist die Frage, wie es möglich sein kann, dass weitergebaut wird, obwohl es noch keinen Gerichtsbeschluss auf unsere Klage gegen die Genehmigung gibt. Die Antwort darauf ist: das ist möglich, weil es eine Genehmigung mit Sofortvollzug gab, die es erlaubte, dass sofort mit den Arbeiten begonnen werden konnte. Bei einer normalen Genehmigung darf die Arbeit erst nach vier Wochen in Angriff genommen werden. In diesen vier Wochen kann juristisch eingegriffen und damit eine sofort wirksame „aufschiebende Wirkung“ erzielt werden, die bis zu einem Gerichtsbeschluss kein Weiterarbeiten ermöglicht. Wir konnten wegen des Sofortvollzugs unsere Klage zur Wiederherstellung einer aufschiebenden Wirkung erst einreichen, nachdem schon alles gefällt und vollendete Tatsachen geschaffen waren. In diesem Fall tritt die aufschiebende Wirkung erst bei einem möglichen positiven Gerichtsbeschluss ein. Solange darf legal weitergearbeitet werden. Allerdings auch auf eigenes finanzielles Risiko der Bauherren, das ganz offensichtlich auch einkalkuliert werden kann. Bei einer endgültigen Gerichtsentscheidung gegen den Bau müsste alles zurückgebaut werden. Das sagen auch das RP, grüne Politiker, Behördenmitglieder und auch der BUND-Vorsitzende in seiner Pressemitteilung zum Greiner Eck. Diese lockere Sicht auf eine Spur von substantieller Landschafts- und Habitatszerstörung ist eine schwer verdauliche Reissbrettperspektive, mit gesundem Menschenverstand kaum fassbar.

Das Turmfundament an WEA3 bereits 5m tief ausgehoben und mit Estrich-Sohle versehen.

Nun wurde am 19. und 20. Juli das erste von vier Turmfundamenten, das bereits mit ca. 110 Tonnen von Stahl engmaschig armiert war, mit angekündigten 120 Betonlieferungen gefüllt. Dadurch wurde es zu einem mindestens 2500 Tonnen schweren Stahl-Beton-Koloss gemacht, der auf eine wasserspendende Kuppe mit zerklüftetem Buntsandstein drückt und gleichzeitig den Wasserspiegel darunter zwischen 10-15 m absenken kann, wie andernorts bereits geschehen. Am Standort WEA 3, Wasserschutzgebiet III, ist bereits der nächste Turmsockel ausgehoben, wie im Bild zu sehen ist. Wir warten weiter gespannt auf die Entscheidung des Gerichtes und hoffen bald darüber berichten zu können. Wir hoffen auch, dass Sie weiter hilfreich an unserer Seite bleiben und uns weiter unterstützen werden.   (MLS)

Nature Artikel: WKA vor allem für Fledermausweibchen tödliche Gefahr

Gefährlicher Flug in den Windpark. Artikel vom Freitag, 8. Juli 2016 Forschungsverbund Berlin e.V. (FVB)

Vor allem weibliche Fledermäuse scheinen im Frühsommer regelrecht von Windkraftanlagen angezogen zu werden. Das ist eines der Ergebnisse der Pilotstudie des Leibniz-Instituts für Zoo- und Wildtierforschung in Berlin…Fledermausexperten schätzen, dass mehr als 250.000 der kleinen nachtaktiven Säugetiere pro Jahr an Windkraftanlagen sterben, sofern die Anlagen ohne Auflagen betrieben werden… Die Weibchen scheinen im Frühsommer von den riesigen Anlagen regelrecht angezogen zu werden. … „Eine Erklärung dafür ist, dass die baumbewohnenden Tiere nach der Wochenstubenphase, in der sie ihre Jungen aufzogen, neue Quartiere suchen und die Anlagen fälschlicherweise für große, abgestorbene Bäume halten“,

Den Artikel finden Sie hier

Der Artikel erschien auch im Februar in „Nature“ – siehe hier

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Lesenswert: „Effektiver Klimaschutz“ und andere Mythen zur Energiewende

So wird in der Schweiz in der Neuen Zürcher Zeitung über die deutsche Energiewende geschrieben und gedacht

Absolut Lesenswerte und kurze Zusammenfassung vieler Argumente, mit denen wir mit „Rettet den Odenwald“ schon seit mehr als drei Jahren vergeblich versuchen in der deutschen „Energiewende und Klimaschutz“ Debatte Gehör zu finden

Den Artikel lesen Sie hier

Die Entzauberung der Energiewende 

Artikel von Christoph Eisenring vom 15.6.2016 in der NZZ

Hessen: GRÜNES Umweltministerium reduziert Schutz für Mopsfledermaus

Artikel von Christoph Cuntz in der Allgemeinen Zeitung:  Mopsfledermaus wird „geopfert“

„Bislang war der Bau eines Windrades in Südhessen höchstproblematisch, sobald im Umkreis von fünf Kilometern der geplanten Anlage eine Mopsfledermaus oder eine Große Bartfledermaus entdeckt worden war. Beide Fledermausarten seien in einem „sehr ungünstigen Erhaltungszustand“, heißt es im Naturschutzleitfaden des Umweltministeriums. Vor allem aber sei „aufgrund des Flugverhaltens im offenen Luftraum bis Baumkronenniveau und darüber“ eine Kollisionsgefährdung anzunehmen. Nun hat Umweltministerin Priska Hinz (Grünen) die Fünf-Kilometer-Sperrzone gekippt. Mit einem Erlass, der das Regierungspräsidium Darmstadt am 10. Juni erreichte, schnurrt der Fledermaus-Puffer auf nur noch einen Kilometer zusammen. Damit „opfert die grüne Umweltministerin Fledermäuse für Windräder“, klagt die FDP, die sich dem Kampf gegen den „Windkraftausbauwahn“ verschrieben hat…“ Den Artikel finden Sie hier

 

http://www.allgemeine-zeitung.de/politik/hessen/mopsfledermaus-wird-geopfert_17001077.htm

BI Siedelsbrunn: Demonstration am Donnerstag 23.6.2016

BI Siedelsbrunn organisiert eine Demonstration am  Donnerstag, 23. Juni 2016

Als Erstes wird vor dem Landratsamt in Heppenheim demonstriert, zwischen 11.00 und 12.00 Uhr.

Wer mit dem Bus fahren möchte:

  • 10:00Uhr Abfahrt Egner Unterschönmattnewag.
  • 10:15Uhr Abfahrt Siedelsbrunn ehem. Durstlöscher

Danach geht’s munter weiter nach Darmstadt, zur Entega, dort wird man zwischen 14.00 und 15.00 den Dialog suchen