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17 Windräder rund um Heidelberg.. und das ist noch nicht alles

Hoher Nistler, Weißer Stein, Langer Kirschbaum, Lammerskopf – der Wald und die Höhen rund um Heidelberg werden zum Windindustriepark. Der Wald liegt im Landschaftsschutzgebiet und Naturpark.

Die vom Umweltprognoseinstitut  im UPI Bericht vermuteten Standorte  dürften der Realität sehr nahe kommen. Leseempfehlung: UPI Berichte 88 und 89.

Karte aus dem UPI-Bericht 89 S. 21. Quelle : https://www.upi-institut.de/upi_89_windenergie_im_wald.htm

Für den zu Dossenheimer und Schriesheimer Gemarkung gehörenden Wald wurden von Piontex bereits konkrete 9 Standorte eingereicht: Enercon E-175 EP5  E2. Nabenhöhe 175m, Gesamthöhe mit Rotor 260m. Wenn diese Flächen nun in den nächsten Wochen tatsächlich vom VRRN als Windkraftvorranggebiete festgelegt werden, dann werden diese Anlagen ganz schnell errichtet werden. Dank des Habeck´schen Windkraft an Land Gesetzes entfallen die früher nötigen naturtschutzfachlichen Prüfungen dann an diesen Standorten.

Es geht konkret um diese 9 Standorte.

Ungefähre Standorte der 9 von Piontex geplanten Windindustrieanlagen

So sieht es heute noch dort aus:

PX6 – der Hohe Nistler

Weg zum Hohen Nistler

Ungefähr geplanter Standort der WKA

Gipfelpfad auf dem Hohen Nistler

PX7 -Sieben Wege

Rechts im Bild soll WKA 7 hin

Blick auf den Standort von WKA 7

PX8 – Oberhalb der alten Skipiste beim Fahrradtrail „Die Lore“

Zwischen dem Parkplatz an der alten Skipiste und dem Einstige in den Fahrradtrail „Die Lore“

Blick von der Fahrstrasse auf den Wald bei Standort 8

Blick von untern (vom Parkplatz kommend) in Richtung Standort 8

PX9 – Am Pass zwischen Weißen Stein und Hartenbühl

Blick vom Parkplatz über die alte Skipiste hinüber zum Windindustriestandort: Im Wald im Hintergrund auf dem Sattel zwischen Hartenbühl (links) und Weisser Stein Massiv (rechts)

Gleicher Blick wie vorher. Links vorn ist das alte Skilifthäuschen noch zu sehen

PX4 – Am Parkplatz „Rauhe Buche“ an der Fahrstrasse zum Weißen Stein

Am Wanderparkplatz „Rauhe Buche“

In den Wald im Hintergrund soll die nächste Windindustrieanlage

PX3 – An der Ecke Hochstrasse-Turmfahrweg

Einmündung des Turmfahrweges (von der Höhengaststätte Weißer Stein kommend) in die Hochstraße. Rechts oberhalb soll die nächste 260m hohe Anlage hin (der Mannheimer Fernmeldeturm ist übrigens 217 m hoch)

Ungefähr hier auf der Höhe soll PX3 hin

PX5 – unterhalb des Stephan Stadler Gedenksteins

Unterhalb des Gedenksteins für Stephan Stadler, der 1951 beim Beladen von Stammholz starb – soll die nächste Windindustrieanlage hin

So sieht der Wald unterhalb des Denkmals heute aus

Blick von der Hochstraße Richtung Lammerskopf: Hier sollen weitere 8 Windindustrieanlagen hin

Blick von der Hochstraße auf den Höhenzug vom Holzapfelbaum/Sitzbuche/Münchel/Lärchengarten/Lammerskopf. Wird insgesamt als Windpark Lammerskopf bezeichnet. Ist Landschaftsschutzgebiet und Natura 2000 Schutzgebiet. Hier will Heidelberg weitere acht Windindustrieanlagen errichten.

Blick in die Geschichte: Hier nochmal die offiziellen Visualisierung des Nachbarschaftsverbandes Mannheim Heidelberg zu Windindustrieanlagen am Weißen Stein.

Die Visualisierungen sind von 2015 und bezogen sich auf die damals noch deutlich kleineren Windkraftanlagentypen.

Visualisierung den Nachbarschaftverbandes von 2015

Screenshot aus: http://www.nachbarschaftsverband.de/fnp/wind/wind_beteiligung_entwurf.html Die Abbildung zeigt die Visualisierung des Nachbarschaftsverbandes Mannheim Heidelberg für die Bürgerbeteiligung im Jahre 2015. Damals sprach sich eine klare Mehrheit der teilnehmenden Bürger gegen Windkraft im Wald aus.

Blick auf Heidelberger Altstadt und Lammerskopf. Screenshot von: http://www.nachbarschaftsverband.de/fnp/wind/wind_beteiligung_entwurf.html
Die Abbildung zeigt die Visualisierung des Nachbarschaftsverbandes Mannheim Heidelberg für die Bürgerbeteiligung im Jahre 2015. Damals sprach sich eine klare Mehrheit der teilnehmenden Bürger gegen Windkraft im Wald aus.

 

Leseempfehlung: UPI Berichte 88 und 89.

 

 

 

Heidelberg: Stadt versucht mit Bürgerentscheid Windpark gegen europäisches Naturschutzrecht durchzudrücken

Demokratie bedeutet nicht, dass drei Wölfe und zwei Schafe über das Abendessen abstimmen. Ohne Rechtsstaat und dem Respekt vor dem Recht keine Demokratie!

Was das mit Windkraft in der Postkartenkulisse des Heidelberger Schlosses zu tun hat?

Der vom Heidelberger OB Würzner forcierte und von Grünen, SPD und Linken unterstützte Bürgerentscheid am 12.7.2026 missachtet die Regionalplanung und höherrangiges Naturschutzrecht: Obwohl genügend naturverträglichere Windkraftflächen in der Regionalplanung sind und der Lammerskopf im Planungsprozess explizit aus Naturschutzgründen als Standort abgelehnt wurde, will Heidelberg nun trotzdem dieses Natura 2000 Schutzgebiet als Windindustriegelände durchdrücken (Money, Money, Money..) – dabei haben die Naturschutzverbände und die Naturschutzbehörden (RP Karlsruhe) klar herausgestellt, dass Windindustrieanlagen an diesem Standort mit geltendem Naturschutzrecht nicht vereinbar sind!

Das hält das „Bündnis für Windkraft Heidelberg“ in seinen Mitteilungen und Informationsmaterialien, aber nicht davon ab gebetsmühlenartig einfach zu behaupten dass ihre Windräder am Lammerskopf selbstverständlich im Einklang mit dem Naturschutz errichtet würden.

Der NABU Heidelberg hat hierzu eine eindeutige und klare Pressemitteilung verfasst:

Siehe: https://www.nabu-heidelberg.de/arbeitskreise/ak-windkraft/pressemitteilung-b%C3%BCrgerentscheid/

Windparkplanung am Lammerskopf

Bürgerentscheid kann Naturschutzrecht nicht außer Kraft setzen

Pressemitteilung vom 21. Mai 2026

Der NABU Heidelberg widerspricht vehement der Meinung des „Bündnis für Windkraft Heidelberg“, wonach der Bau eines Windparks Lammerskopf mit dem Naturschutz vereinbar sei.

Der Lammerskopf ist ein europäisch geschütztes Fauna-Flora-Habitat-Gebiet (FFH-bzw. Natura2000-Gebiet) im Staatswald mit hoher ökologischer Bedeutung, insbesondere durch naturnahe Buchenwälder. Das Regierungspräsidium Karlsruhe und die Verbandsversammlung der Region Rhein-Neckar haben dieses Gebiet am 13. Dezember 2025 im Rahmen der Teilregionalplanung von Windenergienutzung ausgenommen. „Diese fachlich fundierte Entscheidung folgt dem Grundprinzip, geeignete Flächen für die Energiewende und ökologisch besonders sensible Räume klar zu trennen – und sollte Bestand haben“ sagt Andreas Kellner, Vorstandsmitglied des NABU Heidelberg.

Der NABU unterstützt den Ausbau der Windenergie ausdrücklich. Eine erfolgreiche Energiewende erfordert jedoch, Klima- und Artenschutz gemeinsam zu denken. In der Region stehen ausreichend alternative Flächen zur Verfügung, die deutlich geringere Konflikte mit dem Naturschutz aufweisen und ebenso windhöffig sind.

Die Entscheidung für den Bürgerentscheid zum Windpark Lammerskopf ist daher weder fachlich nachvollziehbar noch planerisch konsistent. Das Gebiet beherbergt wertvolle Waldlebensräume für die Wildkatze sowie streng geschützte, windenergiesensible Arten wie Bechsteinfledermaus, Großes Mausohr und Mopsfledermaus.

Der Bau mehrerer Windenergieanlagen würde die Schutzziele des FFH-Gebiets erheblich beeinträchtigen und ist daher nicht genehmigungsfähig. Daran kann auch ein Bürgerentscheid nichts ändern.

Es wäre wesentlich besser gewesen, die Kosten für den Bürgerentscheid in Höhe von 300.000 € für die Förderung von direkten Klimaschutzmaßnahmen in Heidelberg zu investieren.

Zentraler Punkt im Genehmigungsverfahren ist die Zuwegung für den Windpark.

Hier wurden für den Regionalplan alle machbaren Varianten der Zuwegung in das steile und unzugängliche Gelände geprüft und unterschiedliche Lösungsvorschläge intensiv untersucht. Dennoch kommt das Regierungspräsidium Karlsruhe als Obere Naturschutzbehörde zu dem endgültigen Schluss, dass die Beeinträchtigung des FFH-Gebietes das naturschutzfachlich erlaubte Maß überschreitet.

Der Bau des Windparks am Lammerskopf würde somit eindeutig gegen geltendes europäisches Naturschutzrecht verstoßen.

Auch die Beantragung einer Ausnahmegenehmigung von den Schutzbestimmungen des FFH-Gebietes hält der NABU für chancenlos. Es müsste ein überwiegendes öffentliches Interesse an der Realisierung des Projektes nachgewiesen werden. Dieses ist jedoch mit den im Teil-Regionalplan Wind ausgewiesenen Wind-Vorranggebieten bereits mehr als abgedeckt. Im Gegenteil, derzeit sind mit 2,15% der Fläche des Regionalverbands sogar rund 20% mehr Vorranggebiete ausgewiesen als gesetzlich vorgeschrieben.

Vorstand NABU Heidelberg

 

 

 

 

 

Windkraftanlagen in den Heidelberger Wäldern

Die BI  https://prowaldprowind.de/ bittet um Unterstützung.

In wenigen Tagen endet die Offenlegung des Teilregionalplans für die Ausweisung der Windindustriezonen des Verbands Region Rhein-Neckar.
Die BI weist darauf hin, dass es wichtig ist eine Einwendung zu schreiben, so dass der Heidelberger Wald geschützt bleibt.
Weitere Informationen und Hilfen beim Einspruch formulieren findet man  auf https://www.tiefburg.de/Aktuell.htm unter Einspruchsmöglichkeit vom 5.3. – 13.5.2024 gegen die geplanten Windindustriezonen im Handschuhsheimer Wald und 

https://prowaldprowind.de/

18.1. Vortrag Dossenheim: Aktuelle Windindustriezonen Odenwald/Bergstrasse

Bürgerinitiativen der Bergstraße
Weinheim – Hirschberg – Schriesheim – Dossenheim

Vortrag von Dieter Teufel
Umwelt- und Prognose-Institut Heidelberg

Donnerstag, 18.01.2024, 19:00 Uhr
Im Martin- Luther-Haus, Dossenheim

Am Kronenburger Hof 6A, 69221 Dossenheim

Eintritt Frei

Vortrag_Dieter_Teufel_Dossenheim_18_1_2024

 

Umwelt- und Prognose-Institut Heidelberg e.V. (UPI) Windkraft im Wald nicht erforderlich! Heidelberg: 15 Schlossblick-Windräder in Planung

Das Heidelberger Umwelt- und Prognose-Institut Heidelberg e.V. (UPI) kommt in einer aktuellen Studie zu einem eindeutigen Ergebnis: Windkraft im Wald ist weder nötig noch sinnvoll (https://www.upi-institut.de/upi88.htm )

Während auf der Weltnaturschutzkonferenz 2022 beschlossen wurde dass 30 Prozent der Landschaft Schutzgebiet werden muss um das Artensterben zu stoppen, schafft Wirtschaftsminister Habeck die bereits bestehenden Schutzgebiete in Deutschland faktisch wieder ab – per Notverordnung und unter Umgehung des Bundestages.

Der Odenwald ist einer der ältesten Naturparke Deutschlands. Bis vor wenigen Jahren war der größte Teil der Wälder als Landschaftsschutzgebiet, Naturschutzgebiet oder Natura 2000 Gebiet (FFH Flächen/ Vogelschutzgebiete) vor gravierenden Eingriffen geschützt. Da Naturschutz nicht mehr in die Wirtschaftsinteressen des Wirtschaftsministeriums passt wurde er nun endgültig ausgehebelt.

Darauf dass Klimaschutz als Argument für diese Naturzerstörung nicht trägt versuchen wir seit inzwischen 10 Jahren vergeblich  hinzuweisen. Die UPI Studie fasst zahlreiche Argumente zusammen. Die Grünen Landtagsabgeordneten der Region fordern hingegen nun auch in den Wäldern zwischen Schönau und Heidelberg Sonderausschreibungen für Windkraftanlagen (WKA). Vor Jahren brachte der Nachbarschaftsverband hier 5 WKA ins Gespräch (s.u.). Nun ist hier gar von 15 WKA die Rede die im Schutzgebiet (LSG, FFH, Naturpark, UNESCO global Geopark) im Wald errichtet werden sollen.

Screenshot aus: http://www.nachbarschaftsverband.de/fnp/wind/wind_beteiligung_entwurf.html

Die Abbildung zeigt die Visualisierung des Nachbarschaftsverbandes Mannheim Heidelberg für die Bürgerbeteiligung im Jahre 2015. Damals sprach sich eine klare Mehrheit der teilnehmenden Bürger gegen Windkraft im Wald aus.

 

„Der Wald braucht Windräder“- Minister Hauk „Es wird keine Tabuzonen geben“ Windkraft-Standorte seien auch im Staatswald um Heidelberg möglich.

Diesen Rundbrief der BI „Lebenswerter Odenwald“ aus Heiligkreuzsteinach leiten wir gerne weiter:

„Liebe LeO-Mitglieder und Interessenten,

leider tritt ein, was nach der gewonnenen Wahl der Grünen zu befürchten war. Im Staatswald sollen 1000 Windräder gebaut werden und Minister Hauk setzt in seinem Interview in der Rhein-Neckar-Zeitung vom Wochenende noch eins drauf, indem er sagt, dass es jetzt keine Tabuzonen mehr geben soll.

Es ist geplant im Rhein-Neckar-Kreis 28 Windkraft-Anlagen zu bauen. Eigentlich waren 50 vorgesehen, doch aufgrund der hohen Bevölkerungsdichte ist dies noch nicht möglich.

Minister Hauk spricht in dem Interview an die RNZ (siehe hier) auch davon, dass es viel mehr mögliche Standorte in BW geben kann, da die Windräder inzwischen 300 m hoch sind und in dieser Höhe eine bessere Windhöffigkeit gegeben ist.

Den meisten Platz im Rhein-Neckar-Kreis gibt es jedoch bei uns im Odenwald. […]

Harry Neumann beschreibt unten im Newsletter der Naturschutzinitiative (NI) die Situation sehr treffend. Dem Klimaschutz wird alles untergeordnet, dabei wäre es viel wichtiger, das Artensterben aufzuhalten,[…]. Kontraproduktiv sind dabei die Worte von Herrn Kretschmann, dass der Rotmilan kein Hinderungsgrund mehr für den Bau von Windanlagen sein sollte. Ich hoffe nun, dass auch noch mehr Heidelberger aufwachen und sich uns anschließen. Jetzt ist der Zeitpunkt gekommen, um wieder aktiv gegen die Pläne der Landesregierung Stellung zu beziehen. …

Hier noch der erwähnte Beitrag der Naturschutzinitative zum Tag des Artenschutzes:

Zum Tag der Artenvielfalt am 22.05.2021    NI fordert mehr Artenschutz und Schutz der Biodiversität

„Harry Neumann, Vorsitzender der NI:

„Der Erhalt der Arten und funktionierender Ökosysteme sind die zentralen Zukunftsthemen. Die einseitige Ausrichtung auf den ebenfalls wichtigen Klimaschutz verdeckt jedoch die biologische Realität des Artensterbens. Artenvielfalt ist kein Luxusproblem, sondern die Grundlage unseres langfristigen Überlebens, sozusagen unsere Lebensversicherung. Der Erhalt der Biologischen Vielfalt und der Arten ist die größte Herausforderung für das Überleben der Menschheit. Die Ausrichtung des ‚Mainstreams‘ auf nur einen Faktor, den „Klimaschutz“ greift viel zu kurz und erscheint mir ideologisch überhöht. Und wenn unter ‚Klimaschutz‘ nur der Bau von Windindustrieanlagen verstanden wird, kommen wir von einer Katastrophe in das nächste Desaster.“

Prof. Dr. Matthias Glaubrecht betonte in seinem Vortrag am 23.04.2021 „Das Ende der Evolution und des Menschen“:

„Während alle vom Klima reden, findet weitgehend unbemerkt ein vom Menschen verursachtes Artensterben statt. Diese „Defaunation“ des Anthropozäns – die Entleerung der Tierwelt in der Menschenzeit – ist der neue Klimawandel und eine weitere große Bedrohung der Menschheit, so die These in dem neu erschienenen Buch „Das Ende der Evolution“. Das indes auch eine Lösung vorschlägt.“ „Auch im Angesicht der Klimakrise darf der Schutz der Lebensräume und der Natur nicht aus dem Blick geraten. Und es wäre fatal, in alter Fortschrittsgläubigkeit und Gottvertrauen – nach der Devise „Es ist noch immer gut gegangen“ – allein auf eine technologische Lösung zu hoffen. Dann wird uns die Biologie einholen.“ Die Gründe für das Artensterben sind vielfältig aber nur wenige Ursachen sind dominant…. Weiterlesen auf der Seite der NI

 

Waldschutz! Unsere Vorschläge für Maßnahmen zum „Klimanotstand“ in Heidelberg

Am 9. Mai 2019 hat Heidelberg den „Klimanotstand“ ausgerufen. Diese Woche haben nun die Stadtverwaltung und die GRÜNEN ihre Vorschläge für Maßnahmen zum Klimanotstand vorgestellt. Siehe hier und hier.

Wir begrüßen und unterstützen die zahlreichen Vorschläge von Stadt und GRÜNEN welche eine Einsparung von Energie (z.B. Stärkung des innerstädtischen Radverkehrs), eine Förderung von energieärmeren, nachhaltigeren Lebensstilen der Stadtbewohner/innen  sowie eine Bindung von CO2 in Pflanzen (z.B. Maßnahme: Pflanzen von 500 Bäumen) bewirken.

Uns fehlen jedoch wirksame Sofortmaßnahmen (I), weshalb wir hier eigene Vorschläge einbringen: 1.) Stopp der Holzentnahme aus dem Heidelberger Stadtwald und 2.) Nachtabschaltung der Straßenbeleuchtung in weiten Teilen des Stadtgebietes. Ferner vermissen wir eine Berücksichtigung des wichtigen Aspekts „Tourismus/Freizeitverhalten und Verkehr/Treibhausgasemissionen“ (siehe II) und warnen eindringlich vor einer verstärkten Energiegewinnung aus Biomasse (III) und vor Windkraft an den „Drei Eichen“ oberhalb der Heidelberger Stadtteile Boxberg/Emmertsgrund. Denn: die Fläche liegt a) im Wald, b) in einem Landschaftsschutzgebiet, c) in einem Natura 2000 FFh Gebiet sowie d) im Naturpark Neckartal-Odenwald.

Ausführlicher:

I. Unsere Vorschläge für Sofortmaßnahmen:

1.) Stopp der Holzentnahme aus dem Stadtwald: Wir fordern die konsequente Entwicklung des Stadtwaldes als CO2 Speicher. Wesentlich wichtiger als das Pflanzen neuer Bäume ist der Erhalt und die natürliche Weiterentwicklung des Baumbestandes im Stadtwald. In seinen ersten 80 Lebensjahren bindet ein Baum wesentlich weniger CO2 aus in seinen nächsten 80 Lebensjahren. Wir fordern vor dem Hintergrund des Klimanotstandes einen (nahezu) vollständigen Stopp der Holzentnahmen aus dem Stadtwald – solange bis der Wald  sein maximales CO2 Speicherpotenzial aufgebaut hat (dieser Zeithorizont geht über das Jahr 2050 hinaus). Hinweise: In einem Kubikmeter Holz ist rund 1 t CO2 gebunden. Grob überschlagen würden bei der Umsetzung dieser Maßnahmen durch den weiteren Zuwachs des Waldes von etwa 11m³ Holz/ha ca. 35.000 t CO2/Jahr ZUSÄTZLICH gebunden – so lange bis der Wald sein „Speichermaximum“ erreicht hat1 . Der aktuelle jährliche heidelberger Holzeinschlag von ca 25.000 Festmetern müsste erheblich reduziert werden. Wissenschaftliche Ausführungen siehe hier: Carbon accounting of forest bioenergy. Und hier ein einführender – aber inhaltlich nicht vollständiger NZZ Zeitungsartikel.

Vergleich: Die Stromproduktion der PV Anlage eines Einfamilienhaus bringt nach Angaben der Stadt Heidelberg eine Minderung von 4t Co2/Jahr2.

Hinzu kommt dass eine Stärkung des Stadtwaldes gegen Extremereignisse wie Stürme/Dürren künftig die höchste Priorität haben muss um seine CO2-Speicherfähigkeit nicht weiter zu gefährden. Eine völlige Beendigung bzw. drastische Reduzierung der Holznutzung für die nächsten Jahre ist hierbei der wichtigste Schritt.

2.) Straßenbeleuchtung: Wir setzen uns ein für eine sofortige Reduzierung des Stromverbrauchs durch die Abschaltung der Straßenbeleuchtung in den Nachtstunden (z.B. zwischen 0:00 und 5 Uhr – Orte des Nachtlebens oder Brennpunkte können davon ausgenommen sein). In Kommunen welche eine reduzierte Straßenbeleuchtung bereits umgesetzt haben zeigte sich dass die Sorge um „Sicherheitsverlust“ unbegründet war. Übrigens war auch vor einigen Jahren in Ladenburg – allerdings aus finanziellen Gründen – die Straßenbeleuchtung nachts ausgeschaltet. Als weitere Kommunen mit Abschaltungserfahrung sind zu nennen: Göttingen, Lindau, Nienburg, Herford, Krefeld u.a. .3

II Klimaschutz und Tourismus/Mobilität: Hier weisen wir auf einen wichtigen Aspekt im Verkehrsbereich hin der in der bisherigen Stadtdebatte weder von der Stadtverwaltung noch den GRÜNEN beachtet wurde: Weiterlesen

Heidelberg/Dossenheim: 28.4.2018 Protestwanderung zum Weißen Stein

Einladung zur Protestwanderung  auf den Weißen Stein am Samstag dem 28.4.2018

Sternwanderung zur Höhengaststätte auf dem Weißer Stein.

Einer der Startpunkte: Langer Kirschbaum (Ziegelhausen/Wilhelmsfeld) um 15.00 Uhr

Ankunft auf dem Weißen Stein und Kundgebung dort um 16 Uhr. Infovortrag um  ca16:30 Uhr in der Höhengaststätte Weiterlesen