Die BI Greiner Eck hat auf Ihrer Seite folgende Pressemitteilung Ihres Anwalts Domnik Storr zur anhängigen Klage gegen den Wiindindustriepark veröffentlicht.
Weitere Informationen zur Klage finden Sie hier
Die BI Greiner Eck hat auf Ihrer Seite folgende Pressemitteilung Ihres Anwalts Domnik Storr zur anhängigen Klage gegen den Wiindindustriepark veröffentlicht.
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Offener Brief an die Stadt- und Gemeinderäte zum Landschaftsschutz und der Frage der „Zonierung für Windkraft“ in den Landschaftsschutzgebieten im Nachbarschaftsverband Mannheim-Heidelberg
Heidelberg, den 2.11.2016
Sehr geehrte Stadträtin, sehr geehrter Stadtrat, sehr geehrte Gemeinderätin, sehr geehrter Gemeinderat,
der Nachbarschaftsverband soll am 25.11.2016 über die Ausweisung von Windkraftzonen im Gebiet des Nachbarschaftsverbandes entscheiden. Auch Ihre Stadt/Kommune war bzw. ist in diese Entscheidungsfindung eingebunden.
Der Schriessheimer Bürgermeister Höfer sprach sich bereits 2012 für drei bis fünf Windindustrieanlagen auf Schriessheimer Gemarkung aus. Dies geht aus einem Zeitungsartikel vom 16.05.2012 hervor.
Interessant ist ein Artikel in der jüngste Ausgabe der Zeitung für Kommunalwirtschaft:
Dort wird eher aus Sicht der Projektierer bzw. Betreiber bedauert, dass in Bayern wegen planungsrechtlicher Hürden (10 h) kaum noch zugebaut werden dürfte, in Bade-Württemberg wegen der problematischen Wirtschaftlichkeit. Die dort genannten Gründe (Mehrkosten in Waldhöhenlagen) bestätigen die Kritik, welche sowohl das Umwelt Prognose Institut, als auch die BI „Rettet den Odenwald“ gegenüber dem Nachbarschaftsverband bereits geäußert haben.
Ein Argument im Artikel ist allerdings schief: Höhere WKA führen nur dazu, dass während der (in Süddeutschland seltenen) Starkwindzeiten die Ausbeute etwas höher wird (weil in wachsender Höhe die Windgeschwindigkeit zunimmt). Höhere Masten ändern aber nichts an der zu geringen Volllastbenutzungsdauer der Anlagen, weil der Wind in Süddeutschland zu unstet weht. Die Stetigkeit ist für die Wirtschaftlichkeit wichtiger als die Windgeschwindigkeit.
Bei einer weiteren Aussage des Artikels ist Skepsis angebracht: Würde das Ausschreibungsmodell konsequent für alle Projekte gelten, wäre ein Zubau in Baden-Württemberg im Allgemeinen und im Odenwald im Speziellen in der Tat unwahrscheinlich. Das letztendlich verabschiedete derzeitige Ausschreibungsmodell enthält aber so viele Ausnahmen und Schlupflöcher (z.B. für sog. Bürgerwindparks, aber auch bei Netzengpässen), dass in Baden-Württemberg planungsrechtlich ausgewiesene Standorte durchaus noch zum Zuge kommen werden.
Leider hat auch die EU-Kommission bei ihrer beihilferechtlichen Genehmigung nicht unterbunden, dass Windanlagen umso mehr subventioniert werden können, je windungünstiger der Standort ist.
Eine mangelnde Wirtschaftlichkeit wird also leider auch weiterhin auf absehbare Zukunft kein Hinderungsgrund für den Bau von Windkraftanlagen in Schutzgebieten und im Odenwald sein.
Lesenswerter RNZ Artikel zur Winkraft im Neckar-Odenwald-Kreis:
Informations-Abend „Windkraft im Überwald“
Am Montag, den 14. November 2016 in Wald-Michelbach
19:00 bis 22:00 Uhr, Rudi-Wünzer-Halle
Referenten u.a.
Sylke Müller-Althauser (Naturschutzinitiative)
Dr. Richard Leiner
Michael Hahl
Die Ortsgruppe der BI Siedelsbrunn/Ulfenbachtal lädt ein:
Wann: Mittwoch 16.11.2016 19:30 Uhr
Wo: Heiligkreuzsteinach – Eiterbach
Gasthof „Goldene Krone“, Ortsstraße 35
Referent: Dr. Richard Leiner
Das Landratsamt Rhein-Neckar scheint offesichtlich die rechtliche Auffassung unserer Bürgerinitiative zu teilen – die Errichtung von Windkraftzonen in den Landschaftsschutzgebieten an der Bergstrasse ist nicht Genehmigungsfähig.