Archiv des Autors: Silke Zopf

Weißer Stein: Auch in Dossenheim und Schriesheim droht Windindustrie im geschützten Wald…

Bild oben: Maßstabsgerechte Fotomontage des Nachbarschaftsverbandes von 2015 zur Visualisierung der damals vorgeschlagenen Windräder.

Nach dem damaligen Aufschrei in der Bürgerbeteilligung und fast 10 Jahren Pause geht die Waldzerstörung nun in die nächste Runde. Nur leider haben Windkraftlobby und Regierung inzwischen dazu gelernt: Bürgerbeteilligung gibt es keine mehr, Einwendungen sind letztlich auch nicht möglich. Und Natur- und Landschaftsschutz wurden in den letzten Jahren durch die Grünen Ministerien so gründlich abgeschafft, dass auch die Klagebefugten Naturschutzverbände für den Wald und die geschützten Arten auf juristischem Wege letztlich nichts mehr retten können.

Bericht zu Dossenheim in der RNZ:

https://www.rnz.de/region/rhein-neckar_artikel,-Dossenheim-will-Windkraft-Stehen-bald-Windraeder-auf-dem-Weissen-Stein-_arid,1157879.html

 

8.7.2023 Protestwanderung Münchel / Lammerskopf

Am Samstag, dem 8. Juli 2023 findet eine Protestwanderung in den Wäldern rund um den Lammerkopf statt. Treffpunkt aller Gruppen der Sternwanderung ist um 16 Uhr das Münchel

Hier noch ein Hinweis zu den verschiedenen Routen, die zum Münchel führen.

29.6. Vortrag Umweltprognoseinstitut Heidelberg: Windkraftwerke auf dem Lammerskopf?

 

Windkraftwerke auf dem Lammerskopf, Auswirkungen und Alternativen (Pressemitteilung und Bericht)

Der NABU-Heidelberg und die Naturschutzinitiative-Heidelberg hatten am Donnerstag 27.06.2023 zu einem Vortrag über Alternativen zu Windkraftanlage eingeladen. Der Hilde-Domin-Saal in der Stadtbücherei war mit über 100 Interessierten Bürgerinnen und Bürger sehr gut besetzt.

Dieter Teufel, Leiter des Umwelt- und Prognose-Instituts Heidelberg, referierte über die neueste Studie seines Instituts über Windkraftwerke im Wald. und mögliche Alternativen.

Eines der Ergebnisse der Studie: Der Lammerskopf als FFH-Gebiet mit Wasserschutzzonen, Biotopen und einem gesunden Mischwald ist denkbar ungeeignet für Windkraftanlagen. Die Zerstörung und notwendige Rodung großer Flächen zum Bau und für den Transport der übergroßen Komponenten mittels Schwerlasttransporter greifen zu stark in das Waldinnenklima ein.

Die Flächen und die Rodung der Bäume sind auch nicht durch Ausgleichmaßnahmen wieder herstellbar und bedeuten eine unwiederbringliche Zerstörung des FFH-Gebietes.

Dieter Teufel stellt in seinem Vortrag neben den Auswirkungen auf das Waldgebiet aber auch alternative Möglichkeiten zur Diskussion:

  • Windkraftanlagen außerhalb von Wald, analog des Rheinland-Pfalz-Modells,

  • Photovoltaik, z.B. auf den landeseigenen Gebäuden im Neuenheimer Feld und auf Dächern von Gewerbegebäuden.

  • CO²-Einsparmöglichkeiten z.B. im Straßenverkehr

  • den Abbau umweltschädlicher Subventionen

Insgesamt könnte mit den im Vortrag vorgestellten Alternativen allein in Baden-Württemberg mehr CO2 (und oft schneller) vermieden werden wie durch den Bau von 3000 großen Windkraftwerken im Wald. Die anschließende lebhafte Diskussion zeigt das große Interesse am Klimaschutz. Die Veranstaltung wurde nach 2 Stunden beendet und viele der Teilnehmer gingen mit den neuen Erkenntnissen nach Hause.

Die Studie des UPI kann hier als PDF heruntergeladen werden:

www.upi-institut.de/UPI88.pdf

Die Heidelberger Ortsgruppen der Naturschutzinitaitive und des NABU laden zu einem Vortrag des Umweltprognoseinstituts (UPI) ein.

Dieter Teufel referiert am 29.6.2023 um 19 Uhr im Hilde-Domin-Saal der Stadtbücherei (Poststraße 15, 69115 Heidelberg) zum Thema:

Windkraftwerke auf dem Lammerskopf?
Auswirkungen und Alternativen

Der Eintritt ist frei



Windkraft im Wald von Meckesheim: Bürger entscheiden am 23.7. über Windpark

Der Gemeinderat von Meckesheim ist dafür. Die Bürger von Meckesheim entscheiden am 23.7. über 6 Windindustrieanlagen im Wald zwischen Wiesenbach Mauer und Mönchzell . Weitere Infos hier 

Ein paar Kilometer weiter bei Spechbach sollen ebenfalls Windindustrieanlagen in den Wald. „Dreimärker“ ist der Standortname – hier eine Karte von ABO Wind.

Markgrafenwald/Waldbrunn/Eberbach: JUWI/ MVV haben WKA Antrag gestellt!

Das Drama um den Markgrafenwald geht weiter: Berits seit vielen Jahren wurde versucht im Schwarzstorch Hotspot Markgrafenwald zwischen Reisenbacher Grund  und Höllgrund Windindustrienanlagen in den Wald zustellen.

Nach dem neuerlichen Abbau des Naturschutzes ist nun eine neue Runde eingeleitet: Am 7. Juni 2023 wurde das Genehmigungsverfahren für die Windkraftanlagen Waldbrunn auf der Seite des Landratsamtes und auf der zentralen Seite der UVP-Verfahren angekündigt.

Die Bezeichnung ist nicht mehr Markgrafenwald, da die MVV / JUVI die Rechte von den Markgrafen abgekauft hat.

Die Unterlagen für das öffentliche Auslegungsverfahren werden ab Montag 12.06. bis Dienstag, 11.07. im Landratsamt, in der Gemeinde Waldbrunn und den umgebenden Gemeinden ausgelegt. Sie können auch online beim UVP-Verbund.de abgerufen werden.

Frist für schriftliche (auch online) Einwendungen ist der 11.08.23.

Das RP Karlsruhe hat die Genehmigungsentscheidung dem LRA Neckar-Odenwald-Kreis Mosbach  übertragen (!). Das LRA Rhein Neckar hatte in der Vergangenheit immer wieder auf den Schutz der Schwarz

https://www.neckar-odenwald-kreis.de/Landratsamt/Kreisrecht+_+Bekanntmachungen/Windpark+Waldbrunn.html

https://www.uvp-verbund.de/trefferanzeige?docuuid=f41ed449-eb50-478d-a234-fc764bf8908e

Aktuelle Initiativen und Presseberichte!

Während die Stadtverwaltung in Heidelberg bisher offenbar keine Notwenigkeit sieht die Bürger darüber zu informieren was in den unter Schutz stehenden Wäldern vor der Haustür und dem weltberühmten Heidelberger Landschaftsbild (Schloss, Fluss, Brücke, Wald) geschehen soll, findet heute Abend in Schönau/Heiligkreuzsteinach bereits die dritte Veranstaltung zu diesem Thema statt: Forstminister Hauck kommt nach Schönau.

In Heidelberg entsteht eine neue Initiative: Siehe RNZ Bericht:

 https://www.rnz.de/region/rhein-neckar_artikel,-SchoenauHeidelberg-Buergerinitiative-gegen-Windpark-Lammerskopf-geplant-_arid,1116782.html

und auch die BILD Zeitung berichtet endlich einmal über das Drama im Odenwald – hier über Breuberg:

„Ein Dorf kämpft gegen 7 Windräder“